24.01.13

Havarie

Wasserrohrbruch legt U-Bahnhof Nollendorfplatz lahm

30.000 Liter Wasser haben den U-Bahnhof überschwemmt, betroffen waren die Linien U1, U3 und U4. Erst nach Stunden war das Problem behoben.

Von Hans Nibbrig
Foto: Amin Akhtar

Der Nollendorfplatz: Der untere Teil des U-Bahnhofs stand am Donnerstag unter Wasser
Der Nollendorfplatz: Der untere Teil des U-Bahnhofs stand am Donnerstag unter Wasser

Ein Wasserrohrbruch hat nahezu den kompletten U-Bahnbetrieb am Bahnhof Nollendorfplatz in Schöneberg über Stunden lahmgelegt. Die Störungen dauerten nach Angaben von BVG und Feuerwehr bis zum späten Donnerstagabend an. Die oberirdisch fahrende U2 passierte den Bahnhof ohne anzuhalten, die unterirdischen Linien U1, U3 und U4 mussten über Stunden komplett eingestellt werden. "Hier geht vorerst gar nichts mehr", sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz am späten Nachmittag. Zahlreiche Fahrgäste mussten umdisponieren und auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Erst am Abend konnte der Betrieb wieder aufgenommen werde, die Haupthalle blieb aber vorläufig gesperrt.

Gegen 13.30 Uhr war im Obergeschoss des Bahnhofs ein 15 Zentimeter dickes Wasserrohr geplatzt. Die Ursache blieb zunächst unklar. Die Wasserbetriebe teilten mit, dass der Grund nachlässige Bauarbeiten sein könnten – genauso möglich wäre es aber auch, dass das frostige Winterwetter das Rohr zum Platzen brachte. "Zur Ursache können wir nichts sagen", erklärte ein Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Das zu klären, sei Aufgabe der BVG, in deren Bahnhof das Malheur passiert sei. "Vielleicht hat ein Bauarbeiter mit einem Hammer auf das Rohr gehauen, vielleicht ist aber auch das eisige Winterwetter schuld", sagte der Sprecher weiter. Die BVG konnte am Donnerstagabend nichts zur Ursache sagen.

Die Feuerwehr und die Berliner Wasserbetriebe waren mehr als zwei Stunden damit beschäftigt, das undichte Rohr wieder zu verschließen und das ausgelaufene Wasser abzupumpen. "Den Rest erledigen die Putzkolonnen mit dem Wischlappen", sagte der Feuerwehrsprecher.

Nach dem Bruch des Rohres waren etwa 30.000 Liter Wasser mit großer Wucht ins Freie geschossen, über die Treppen nach unten geströmt und hatten die Bahnsteige im unterirdischen Teil überschwemmt. Einige Fahrgäste holten sich nasse Füße, die Behinderungen an dem wichtigen Verkehrsknotenpunkt sorgten für einiges Chaos im Berliner Nahverkehr, verletzt wurde jedoch niemand.

Bis zum späten Abend sei auf den Linien U1, U3 und U4 noch mit erheblichen Behinderungen zu rechnen, sagte Reetz. Die U2 war ebenfalls betroffen. Die Züge fuhren am U-Bahnhof Nollendorfplatz durch, ohne zu halten. Die Fahrgäste konnten an dem wichtigen Umsteigebahnhof nicht ein- und aussteigen.

Quelle: mit dpa
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