24.01.2013, 11:20

Volksbank-Einbruch Was Dirk Bach mit den Tunnelgangstern zu tun hat

M. Lengemann

Foto: M. Lengemann

Die Presse berichtete am nahen Schlossparktheater über Dirk Bach, als die Volksbank-Einbrecher ihren Tunnel gruben. Die Polizei sucht Zeugen.

Zu dem spektakulären Bankeinbruch in Berlin-Steglitz liegen den Fahndern derzeit 262 Hinweise vor. Eine heiße Spur sei aber noch nicht darunter, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die Einbrecher waren vor gut einer Woche über einen selbst gegrabenen Tunnel in die Bank eingedrungen und hatten Wertsachen aus Schließfächern entwendet.

In der vergangenen Woche veröffentlichten die Ermittler die Phantomzeichnung eines Mannes, den Zeugen in der Nähe des Tatortes beobachtet hatten. Inzwischen wurde bekannt, dass ein anderer Mann irrtümlich ins Visier der Fahnder geriet. Die Täter hatten dessen Foto für einen gefälschten Ausweis missbraucht, mit dem sie eine Tiefgarage anmieteten. Von dort aus gruben sie den Tunnel.

Journalisten könnten Zeugen sein

Unterdessen bitten die Ermittler die Medien um Hilfe bei der Aufklärung der Tat vom 14. Januar. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Volksbank befindet sich das Schlossparktheater.

Anlässlich der Nachricht vom Tod des Schauspielers Dirk Bach am 1. Oktober berichteten Journalisten am Abend und am darauf folgenden Tag vor dem Theater in der Schloß- Ecke Wrangelstraße.

Die Ermittler vermuten, dass die Täter damals bei der Vorbereitung ihrer Tat in der benachbarten Tiefgarage waren beziehungsweise die gesuchten Fahrzeuge, ein dunkler Kombi sowie ein heller Transporter mit aufgebrachtem schwarzen Viereck, dort abgestellt und möglicherweise bei Übersichtsaufnahmen fotografiert oder gefilmt worden waren. Die Polizei bittet deshalb darum, ihr entsprechende Bilder zur Verfügung zu stellen.

(BM)
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