22.01.2013, 09:08

Kommissar Zufall Spuren im Schnee führen in Berlin zu Autobrandstiftern

Wenn Neuschnee fällt, wird es regelmäßig kritisch für Ganoven, die ihre Spuren nicht verwischen. Wie in diesem Fall.

Eine Serie von Brandanschlägen auf Autos ist durch Spuren der Täter im Schnee aufgeklärt worden. Die Polizei fasste in der Nacht zu Dienstag zwei Jugendliche, die in Berlin-Hellersdorf mehrere Autos angezündet haben sollen.

Ein Zeuge hatte die 15- und 17-Jährigen beobachtet, Polizisten folgten ihren Fußspuren bis zu einer Kneipe und nahmen sie fest.

In den ersten drei Wochen des Jahres brannten zahlreiche Autos auf den Straßen der Hauptstadt, besonders häufig wurden Wagen in Hellersdorf angezündet. Anders als früher gehören Linksextremisten nach Einschätzung der Polizei aber nicht zu den Tätern. Die Polizei ermittelt jetzt, ob die beiden Jugendlichen auch für drei weitere Brandstiftungen in der vergangenen Woche verantwortlich sind.

Die Brandstifter wurden zuerst gegen Mitternacht beobachtet, als sie an einem Toyota an der Alten Hellersdorfer Straße hantierten. Kurz darauf qualmte es. Der Zeuge löschte den Schwelbrand. Die alarmierten Polizisten fanden in der Umgebung einen brennenden Nissan-Transporter, einen beschädigten Lastwagen und einen ausgebrannten Nissan-Kleinwagen.

Ein weiterer Lastwagen, der zu einem Getränkehandel gehörte, wurde in Marzahn angezündet. Auch hier geht die Polizei nicht von politisch motivierten Tätern aus. Daher ermittelt in fast allen Fällen der vergangenen Wochen ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes.

(dpa/sei)
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