20.01.13

Tourismus 2013

Berliner Sehenswürdigkeiten hinter Baustellen versteckt

Berlin gleicht auch im neuen Jahr einer großen Baustelle. So manche Sehenswürdigkeit bleibt auch 2013 hinter Bauzäunen verborgen.

Foto: dpa
Kräne, Bagger, Lärm, Schmutz, Umleitungen: In Berlins historischer Mitte bestimmen auch 2013 mehrere riesige Baustellen das Bild
Kräne, Bagger, Lärm, Schmutz, Umleitungen: In Berlins historischer Mitte bestimmen auch 2013 mehrere riesige Baustellen das Bild

Berlins historische Mitte hat seit Monaten ungefähr so viele Baustellen wie Museen – und das wird auch in diesem Jahr so bleiben. Zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor, der rund 2,5 Kilometer langen Standard-Route für jeden Berlin-Besucher, werden millionenteure ober- und unterirdische Bauprojekte umgesetzt: Bauarbeiter verlängern eine U-Bahn-Trasse, bauen das Schloss wieder auf, sanieren die Staatsoper – und lassen ein weiteres Einkaufszentrum entstehen.

"Achtung Lückenschluss. Mind this gap!" heißt es auf Dutzenden Bauzäunen. Hinter ihnen wird für die Verlängerung der U5 gebuddelt. Einheimische und Touristen müssen seit Monaten Schmutz, Lärm und Umwege in Kauf nehmen. Für den Bau des Kreuzungsbahnhofes Friedrichstraße/Unter den Linden wurde die U6 zwischen Friedrichstraße und Französischer Straße unterbrochen – seit Juli und noch bis Oktober 2013.

Gebaut werde oberirdisch noch bis 2017, unterirdisch bis 2019. 433 Millionen Euro soll die Tunnelstrecke kosten. Wenn alles nach Plan läuft, fährt die U5 ab Sommer 2019 zwischen "Alex" und Brandenburger Tor und befördert täglich bis zu 155.000 Fahrgäste.

Grundstein für Stadtschloss im Mai

Für sie soll es dann an der Strecke eine weitere Attraktion geben: das Berliner Stadtschloss, Deutschlands derzeit größtes und lange umstrittenes Kulturprojekt, für das 590 Millionen Euro veranschlagt sind. Im Mai soll der Grundstein für den Wiederaufbau des Schlosses gelegt werden. Schon seit Monaten wird auch auf dieser Baustelle unüberhörbar gearbeitet.

2019 soll das Stadtschloss – äußerlich weitgehend in der Gestalt des früheren Hohenzollern-Schlosses – eröffnet werden. Hauptnutzer der mehr als 40.000 Quadratmeter: Staatsbibliothek, Humboldt-Universität und Preußenstiftung, die dort ihre hochkarätige Sammlung außereuropäischer Kunst zeigen will.

Berlins Mitte ist eine riesige Buddel-Kiste

Vom Berliner Fernsehturm aus sieht Berlins Mitte aus wie eine riesige Buddel-Kiste. Auch direkt neben dem Turm ist ein großes Loch entstanden: Dort baut die C&A- Familie Brenninkmeijer das fünfgeschossige Wohn- und Geschäftshaus "Alea 101". 1911 war auf dem Grundstück das erste C&A-Kaufhaus in Deutschland eröffnet worden. 2014 soll es an gleicher Stelle 10.000 Quadratmeter Platz für Handel und Gastronomie geben.

Unter den Linden wird zudem seit 2010 die Staatsoper saniert. Die für 2013 geplante Wiedereröffnung wurde wiederholt verschoben – auf nun Oktober 2015. Auch dieser Termin steht auf wackligen Füßen. Die geplanten Kosten explodierten auf fast 288 Millionen Euro. Das Opernhaus, das Intendanzgebäude und das Magazingebäude sollen grundlegend renoviert werden. Zudem ist ein Tunnel geplant, damit Musiker und Kulissen trockenen Fußes von einem Ort zum anderen kommen.

Quelle: dpa/mim
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