18.01.2013, 21:31

Kollwitzplatz Spätzle-Attacke schafft es in die "New York Times"


„Spätzle-Attentat“ auf Käthe Kollwitz: Die Büste am Kollwitzplatz in Berlin wurde mit Teigwaren beworfen

Foto: Reto Klar

„Spätzle-Attentat“ auf Käthe Kollwitz: Die Büste am Kollwitzplatz in Berlin wurde mit Teigwaren beworfen Foto: Reto Klar

Die „Swabian Separatists“ und ihre „Flying Spätzle“ in Prenzlauer Berg beschäftigen jetzt sogar die US-Amerikaner.

Die Spätzle-Attacke von Prenzlauer Berg sorgt auch in den USA für Schlagzeilen. Die Zeitung "New York Times" schrieb am 17. Januar, es sei die jüngste Episode im Streit zwischen Berlinern und Einwanderern aus Schwaben. Die gewählten Waffen seien köstliche Eiernudeln gewesen, das Opfer eine Frau aus Bronze.

Wie berichtet, war die Skulptur der Künstlerin Käthe Kollwitz in Prenzlauer Berg zu Beginn der Woche mit den Teigwaren beworfen worden. Im Internet bekannte sich die Gruppe "Free Schwabylon" zu der Aktion und forderte die Einrichtung eines autonomen schwäbischen Gebiets in Prenzlauer Berg.

Die "New York Times" zitiert in der Ausgabe auch aus dem Gastbeitrag von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) in der Berliner Morgenpost, der am vergangenen Sonntag erschien.

Er sei kein Feind der Schwaben, habe Thierse geschrieben. Seine Kommentare seien ironisch gemeint gewesen. Der SPD-Politiker hatte die erneute Diskussion um Schwaben in Berlin ausgelöst.

"Free Schwabylon" gegen neue Spätle-Attacke

Er hatte in der Silvester-Ausgabe der Berliner Morgenpost gesagt, er wünsche sich, dass die Schwaben begreifen, dass sie jetzt in Berlin sind. In Berlin sage man Schrippen statt Wecken, "daran könnten sich selbst Schwaben gewöhnen".

Free Schwabylon hat sich im Internet erneut zur Nudel-Attacke geäußert. Die Ankündigung, ganz Prenzlauer Berg mit einer Spätzleschicht zu überziehen, werde nicht verwirklicht. "Es wäre unappetitlich und geschmacklos", heißt es in einer Mitteilung.

(saf)
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