18.01.2013, 13:31

Urteil Berliner Polizist muss nach Unfall Geldstrafe zahlen

Foto: Paul Zinken / picture alliance / dpa

Der Beamte war zwar mit Blaulicht unterwegs, aber ohne Martinshorn. Nun gab es ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt.

Nach einem Unfall bei einem Einsatz ohne Martinshorn muss ein Berliner Polizist 500 Euro Geldbuße zahlen. Mit dieser Entscheidung stellte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt am Freitag ein.

Der 38 Jahre alte Beamte hatte bei einem Eilauftrag auf einer wegen Baustellen unübersichtlichen Kreuzung nahe der Berliner Gedächtniskirche einen Taxifahrer gerammt.

Bei dem Unfall am 9. Mai 2012 an der Kreuzung Tauentzien-, Ecke Nürnberger Straße erlitt der Chauffeur leichte Verletzungen. "Das Auto kam wie aus dem Nichts, und es hat geknallt", erinnerte sich der 22-Jährige im Prozess. Eine Insassin (48) brach sich die Nase.

Der Polizist gestand ein Fehlverhalten ein. Bei dem Eilauftrag habe er intuitiv in den Bereich der Knöpfe für Blaulicht und Martinshorn gedrückt. Das für den Sondereinsatz ebenfalls zu aktivierende Martinshorn hatte der Beamte dabei verfehlt.

Das Verfahren wurde wegen geringen Verschuldens eingestellt. Zwar habe der Beamte Vorschriften nicht ganz eingehalten, sagte die Richterin. Berücksichtigt wurde aber die besondere Stresssituation.

(dpa/sei)
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