10.01.13

Polizei warnt

Trickbetrüger täuschen Berliner Senioren an Wohnungstür

In Berlin sind derzeit dreiste Trickdiebe unterwegs. An nur einem Tag wurden fünf Rentner ausgeraubt.

Foto: DAPD

Leichtes Spiel: Senioren lassen sich von Betrüger einfacher abkassieren als jüngere Menschen
Leichtes Spiel: Senioren lassen sich von Betrüger einfacher abkassieren als jüngere Menschen

Die Berliner Polizei warnt eindringlich vor Trickdieben, die gerade wieder verstärkt im gesamten Stadtgebiet aktiv sind. Ihre Opfer sind dabei einmal mehr Senioren, zu deren Wohnungen sich die Täter mit immer neuen Maschen Zutritt verschaffen, um sie dann in einem unbeobachteten Moment zu bestehlen. Erst am Donnerstag wurden wieder fünf besonders dreiste Fälle bekannt.

Wie die Polizei mitteilte, klingelten am Mittwoch gegen 11 Uhr vormittags zwei Männer an der Wohnungstür eines 81-Jährigen an der Andreezeile in Zehlendorf. Die Männer gaben an, den defekten Schornstein des Hauses reparieren zu müssen. Nachdem das Duo wieder gegangen war, musste der Mann feststellen, dass ihm wertvoller Schmuck aus einem Schrank entwendet worden war.

Nur eine halbe Stunde später erhielt eine 73-Jährige an der Privatstraße in Alt-Hohenschönhausen Besuch von zwei Männern, die sich als Schornsteinfeger ausgaben. Während einer die Frau ablenkte, stahl sein Komplize aus dem Schlafzimmer Schmuck und andere Wertgegenstände. Ebenfalls am Mittwoch gegen 14.30 Uhr erschienen bei einem 81-Jährigen am Magistratsweg in Staaken zwei Männer, die sich als Mitarbeiter einer Telefonfirma vorstellten. Sie erbeuteten Geld.

Die gleiche Masche wandten etwa eineinhalb Stunden später zwei Unbekannte bei einer 88-Jährigen am Bollmannweg in Wilhelmstadt an. Als sie wieder gegangen waren, stellte die Frau fest, dass ihr Geld und Wertsachen fehlten. Erfolglos blieb am gleichen Tag hingegen der Versuch von Trickbetrügern in Tempelhof, mit einer schon altbekannten Masche, dem sogenannten Zetteltrick, Beute zu machen. Eine Frau klingelte gegen 15.40 Uhr an der Wohnung einer 88-Jährigen am Loewenhardtdamm und bat um Zettel und Stift, um angeblich für eine Nachbarin eine Nachricht hinterlassen zu können. Dabei versuchte sie, die Seniorin abzulenken, um Komplizen unbemerkt den Zutritt zur Wohnung zu ermöglichen. Die 88-Jährige wurde jedoch misstrauisch und es gelang ihr, die Frau zu vertreiben.

Die Polizei rät dringend, keine Fremden in Wohnungen zu lassen, sich stets Dienst- oder Firmenausweise zeigen zu lassen und im Zweifel Nachbarn oder Angehörige hinzuzuziehen.

Quelle: hhn
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