07.01.2013, 11:52

Berlin Erkältungsvirus grassiert auf Berliner Frühchenstation


Der Eingang zum Vivantes-Klinikum in Friedrichshain. Auf einer Frühchenstation haben sich mehrere Kinder mit einem Erkältungsvirus infiziert

Foto: Clemens Bilan / dapd

Wieder ist ein gefährlicher Keim aufgetaucht. Fünf Kinder sind an dem Virus in den Vivantes-Kliniken in Friedrichshain erkrankt.

Auf einer Frühchenstation der Vivantes-Kliniken in Berlin-Friedrichshain sind fünf Kinder an einem Erkältungsvirus erkrankt. Bei insgesamt zehn Babys sei das RS-Virus nachgewiesen worden, das Bronchitis und Schnupfen hervorrufen könne, sagte eine Sprecherin am Montag. Keines der Kinder schwebe in Lebensgefahr.

Insgesamt hätten sich zehn Kinder infiziert, fünf davon seien erkrankt, sagte eine Sprecherin der Vivantes Kliniken am Montag in Berlin. Keines der Kinder sei aber schwer erkrankt. Die Säuglinge liegen demnach im Vivantes Klinikum Friedrichshain auf einer Nachsorgestation für ehemalige Frühchen.

Dort seien die Kinder ohnehin bereits isoliert, sagte die Sprecherin. Wegen der Infektion seien aber zusätzliche Hygienemaßnahmen eingeleitet worden. Wie sich die Kinder angesteckt haben, war laut Klinik zunächst unklar.

Die Babys haben sich mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) infiziert, das Schnupfen und Bronchitis auslösen kann. Bei Säuglingen, insbesondere Frühgeborenen, und Kleinkindern ist er einer der bedeutendsten Erreger von Atemwegsinfektionen.

Die Symptome ähneln denen der Grippe. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch Tröpfcheninfektion. Es wird aber angenommen, dass eine Übertragung auch indirekt über kontaminierte Hände möglich ist. Der Erreger ist weit verbreitet; die meisten Krankheitsfälle treten in den Wintermonaten auf.

Im Oktober war bekannt geworden, dass mehrere Babys auf einer Frühchenstation der Berliner Charité nach einer Infektion mit Serratien-Bakterien erkrankt waren. Eines von ihnen starb nach einer Herzoperation. Die Serratien-Infektion war laut Charité aber nicht die Todesursache.

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