06.01.2013, 22:16

Kriminalität Raub eines Geldautomaten in Berlin-Zehlendorf scheitert

Die Täter fuhren mit einem Auto in den U-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte und rammten das Gerät. Doch sie mussten ohne Beute fliehen.

In der Nacht zu Sonntag haben Unbekannte in Berlin-Zehlendorf versucht, einen Geldautomaten zu stehlen. Anders als bei den jüngsten Fällen misslang den Kriminellen jedoch der Coup.

Die Täter waren gegen 3.55 Uhr mit einem Renault Twingo in die Vorhalle des U-Bahnhofs Onkel-Toms-Hütte gefahren und rammten dort einen Geldautomaten. Das Gerät hielt jedoch der Erschütterung stand. Zwar sei der Geldautomat beschädigt, jedoch nicht aus seiner Verankerung gerissen worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Täter flüchteten daraufhin ohne Beute zu Fuß.

Als die von einem Anwohner alarmierte Polizei eintraf, stand der Wagen aus dem Motorraum noch qualmend in der Bahnhofsvorhalle. Die an dem Auto angebrachten Nummernschilder waren im Dezember gestohlen worden. Der Wagen selbst war aber nicht als gestohlen gemeldet, die Ermittlungen zur Herkunft des Autos dauern noch an. Möglicherweise hatten die Täter einen bereits längere Zeit stillgelegten Wagen benutzt.

In jüngster Zeit hatten sich in Berlin Einbrüche gehäuft, bei denen Kriminelle Autos als Rammbock benutzt hatten. So waren noch unbekannte Täter in der Silvesternacht mit einem gestohlenen Wagen in die Tempelhofer Filiale des schwedischen Möbelhauses Ikea gefahren. Mit dem Opel Corsa rammten die Täter in einem Vorraum den Geldautomaten, der dadurch zerstört wurde. Mit dem Geldfach des Gerätes gelang den Unbekannten die Flucht. Dazu hatten die Täter nach Zeugenangaben einen Transporter genutzt.

Vor Weihnachten hatten sich Unbekannte mit einem Renault Twingo Zugang in ein Elektronikkaufhaus in Steglitz verschafft. Mit Hämmern zerschlugen die Unbekannten Vitrinen und stahlen zahlreiche hochwertige Handys. Einen Tag zuvor war das Schaufenster eines Juweliers mit einem BMW geknackt worden.

(pol)
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