05.01.13

Berlin-Neukölln

Zwölfjähriger sprengt mit Böller Bushaltestelle

Ein Junge hat ein Bushäuschen der BVG zerstört. Und ein Video, das angeblich Silvester in Berlin gedreht wurde, sorgt für Aufsehen.

Mit einem verbotenen Feuerwerkskörper hat ein Kind in Berlin-Neukölln erheblichen Sachschaden an einem BVG-Wartehäuschen angerichtet. Ein Zwölfjähriger habe in der Nacht zu Sonnabend einen Feuerwerkskörper gezündet und damit eine große Glasscheibe des Unterstands zerstört, teilte die Polizei mit.

Streifenbeamte hatten den Zwölfjährigen beobachtet, wie er gegen 22 Uhr an einer Bushaltestelle an der Rudower Straße einen Gegenstand in das Wartehäuschen warf. Unmittelbar darauf gab es eine Detonation und die Glasscheibe zerbarst.

Die Polizisten konnten den Jungen nach einer kurzen Verfolgung stellen. Bei dem Feuerwerkskörper habe es sich laut Polizei um einen Böller aus osteuropäischer Produktion gehandelt, die wegen ihrer Gefährlichkeit in Deutschland nicht zugelassen sind.

Der Zwölfjährige sagte den Beamten, er habe zu Hause noch mehr dieser sogenannten Polenböller. Der Junge wurde zu seinen Eltern gebracht, wo er anschließend den Polizisten 34 weitere Böller aushändigte.

Bereits vor dem Jahreswechsel hatten sich in Berlin sieben vorwiegend junge Männer beim Hantieren mit Polenböllern, die schneller und heftiger explodieren als zugelassene Ware, schwere Verletzungen zugezogen. In der Neujahrsnacht musste einem 23-Jährigen aus Buckow im UKB Marzahn ein Teil der Hand amputiert werden. Ein 27-Jähriger aus Friedrichshain wurde mit einem abgerissenen Finger in die gleiche Klinik eingeliefert.

Schock-Video aus Berlin-Neukölln

Ein Videofilm, der den unvernünftigen Umgang mit Pyrotechnik in Neukölln zeigt, sorgt unterdessen für Aufsehen. Ein Neuköllner hat vor vier Tagen ein Video auf dem Online-Portal YouTube hochgeladen, das die Böllerei zum Jahreswechsel auf der Hermannstraße zeigen soll. Bis Sonnabendnachmittag wurde das Video bereits mehr als 176.000 Mal aufgerufen.

Was diese Aufnahmen zeigen, ist kaum zu glauben: Dass selbst Kinder Feuerwerksraketen aus der Hand steigen lassen, gehört zu den noch harmloseren Szenen. Mehrfach sind in dem Video junge Leute zu sehen, die Leuchtraketen mit Schreckschusswaffen quer durch die Hermannstraße schießen. Selbst Menschen scheinen zum Ziel zu werden, als zwei junge Männer mit Leuchtmunition blindlings durch die Eingangstür eines Wohnhauses schießen. Zwischendurch ruft ein Mann in dem Video immer wieder: "Ich rufe die Polizei".

Die Senatsinnenverwaltung wollte sich auf Anfrage der Zeitung "BZ" nicht äußern. Es sei fraglich, ob das Video überhaupt authentisch sei. Der CDU-Abgeordnete Robbin Juhnke sagte der Zeitung hingegen: "Man sollte darüber nachdenken, den Verkauf von Silvesterknallern stärker zu reglementieren und Kontrollen zu verschärfen".

Quelle: pol/mabo
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Bei den Lohnverhandlungen gab es eine Einigung bei den BVG
15:55Lohnverhandlungen
Beschäftigte werden an Erfolg der BVG beteiligt

Die Löhne der BVG-Beschäftigten sollen in drei Schritten bis 2015 erhöht werden. Das ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen. Außerdem gibt es eine Erfolgsbeteiligung. Ein Streik ist abgewendet. mehr...


An der Fleischtheke eines Supermarktes starb der 82 Jahre alte Marcel M.
14:55Mord an Fleischtheke
Mutmaßlicher Messerstecher – Hausmeister fühlte sich bedroht

Marcel M. starb mit 82 Jahren, nachdem er an der Fleischtheke niedergestochen wurde. Den mutmaßlichen Täter kennen die meisten Nachbarn nicht, ein Hausmeister erinnert sich aber an eine Begegnung. mehr...


Rocket-Internet-Geschäftsführer Alexander Kudlich in der Firmenzentrale in Mitte
13:32Rocket Internet
100 Millionen Dollar für Expansion von Zalando-Klon Zalora

Der von Rocket Internet nach dem Zalando-Vorbild in Südostasien gegründete Modeversender Zalora geht auf Expansionskurs. Finanziert von Kinnevik, Summit Partners und Tengelmann. mehr...


Maskierte Polizisten durchsuchen wegen des Verdachts der Bildung einer linksextremistischen Vereinigung ein Haus in Magdeburg
16:52Kriminalität
Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen Linksextremisten

In Berlin und Magdeburg hat die Polizei Objekte von mutmaßlichen Linksextremisten durchsucht. Dabei soll es sich um eine Gruppe handeln, die mehrere Sprengstoffanschläge in Berlin verübt. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Oklahoma Wiedersehen nach dem schweren Tornado
Umzug Karneval der Kulturen 2013 - Berlin ist bunt
US-Kongress Apple verteidigt Steuersparmodell
Xbox One Microsoft stellt neue Spielkonsole vor
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Bilder von oben

Das zerstörte Oklahoma City aus der Luft

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote