26.12.12

Staustellen

Berliner Kaufleute fordern intelligentere Verkehrsplanung

Die Behinderungen auf Berlins Straßen kosten die Autofahrer jährlich 160 Millionen Euro, wie der VBKI errechnet hat. Dies sei vermeidbar.

Foto: Glanze

Baustellen - wie hier am Reichpietschufer - bremsen den Verkehr in Berlin kräftig aus
Baustellen - wie hier am Reichpietschufer - bremsen den Verkehr in Berlin kräftig aus

Eine intelligente Verkehrsplanung für Berlin fordert der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI). Umwelt, Bürger und Wirtschaft litten massiv unter ständigen, vermeidbaren Behinderungen auf den Straßen der Bundeshauptstadt, sagte der VBKI-Verkehrsexperte Christian Graf von Hardenberg .

Durch mangelhafte Verkehrsplanung steige der Kraftstoffverbrauch. Das koste die Berliner Autofahrer jährlich insgesamt 160 Millionen Euro, wie der Verband errechnet habe. Auch würde die Umwelt unnötig belastet durch einen Mehrausstoß von 260.000 Tonnen CO2 jährlich. Die Gründe: Unzureichende Ampelsteuerungen, fehlende Baustellenkoordinierung und schlechte Fahrbahnen, fügte von Hardenberg hinzu.

Verkehrsabhängige Ampelsteuerung gefordert

Diese Situation sei umso unverständlicher, als Berlin über vergleichsweise gute Voraussetzungen in der Verkehrsinfrastruktur verfüge. "Jetzt sind alle Beteiligten gefordert, das brachliegende Potenzial endlich intelligent zu nutzen", betonte der Experte.

Um die aus Sicht des VBKI unbefriedigende Situation auf Berliner Straßen kurzfristig und nachhaltig zu ändern, fordert der VBI unter anderem, Ampeln verkehrsabhängig zu steuern. Darüber hinaus schlagen die Kaufleute vor, "grüne Wellen" auf den Magistralen zu reaktivieren. Bei Überlastungen oder Störungen müssten alternative Routen in ausgewählten Gebieten den Autofahrern schnell angeboten werden. Schließlich soll nach dem Willen der Experten die Verantwortung für die Organisation des gesamten Verkehrsstraßennetzes einer einzigen Stelle übertragen werden.

Quelle: dpad/ap
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