21.12.2012, 18:59

Großeinsatz 500 Polizisten rücken zu Treffen von Hells Angels aus

500 Polizisten bei Hells Angels-Treffen im Einsatz

Foto: dpa

500 Polizisten bei Hells Angels-Treffen im Einsatz Foto: dpa

Bis zu 600 Rocker wollen den 12. Geburtstag der Hells-Angels-Gruppierung Nomads in Berlin-Hohenschönhausen feiern.

Rund 500 Polizisten sind am Freitag zu einem Treffen von Rockern der Hells Angels in Berlin-Hohenschönhausen ausgerückt. Die Polizei erwarte 400 bis zu 600 Rocker aus ganz Deutschland und dem skandinavischen Raum, sagte eine Sprecherin in Berlin. Sie feiern den Angaben zufolge den 12. Geburtstag der Hells-Angels-Gruppierung Nomads.

Die Polizei kontrolliert die Rocker, die sich im szenebekannten Lokal "Germanenhof" treffen, unter anderem nach Waffen. Ein Auflösen des Treffens sei aber nicht geplant.

Berlins neuer Polizeipräsident Klaus Kandt machte sich persönlich ein Bild vom Ablauf der Aktion. "Das Gewaltmonopol liegt immer noch beim Staat", sagte er nach Informationen des "Tagesspiegels". "Das wollen wir gerade hier vor den Hells Angels demonstrieren." Von den Rockern gehe eine latente Gefahr aus. "Aber wir als Polizei lassen uns nicht in die Defensive drängen", sagte Kandt dem Bericht zufolge.

In den vergangenen Monaten gab es in Berlin und Brandenburg wiederholt große Polizeieinsätze gegen Rockerclubs; Anlass war unter anderem der Mordanschlag auf den "Germanenhof"-Chef am 10. Juni 2012. Er ist der Nomads-Chef. Von dem unbekannten Schützen fehlt noch jede Spur – er soll in Osteuropa untergetaucht sein.

Der Rocker-Treffpunkt befindet sich mitten in einem Plattenbau-Wohngebiet. Er wurde von der Polizei mit Flutlicht ausgeleuchtet. Auch Wasserwerfer standen bereit. Die Polizei überprüft die Personalien der Teilnehmer des Treffens und fotografiert deren Kutten.

(dpa/sei)
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