19.12.12

Nur noch Tempo 20

Berliner Bahnhof Friedrichstraße wird zur Bummelzone

Im Berliner Fern- und Regionalverkehr gibt es Verspätungen. Denn aus Sicherheitsgründen wurde das Tempo reduziert.

Foto: dpa

Im S-Bahnhof Friedrichstraße sind Teile der Decke im Erdgeschoss abgestürzt

7 Bilder

Nach dem Absturz eines Betonteils im Berliner Bahnhof Friedrichstraße lässt die Deutsche Bahn jetzt weitere Schutzgerüste aufbauen. Teile der Bahnhofshalle wurden dafür am Mittwochvormittag gesperrt.

Der Aufbau zusätzlicher Gerüste sei eine reine Vorsichtsmaßnahme und diene zudem der Untersuchung der Schäden durch Gutachter. Eine Gefahr für die Standfestigkeit und die Sicherheit des Gebäudes bestehe nicht, versicherte der Bahnsprecher.

Die Sicherheitsvorkehrungen haben aber Auswirkungen auf den Bahnverkehr. So wird die Geschwindigkeit der Fern- und Regionalzüge, die über den gefährdeten Bereich fahren, auf 20 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Die Züge der Regionalbahnlinie 21 und 22 fahren statt Friedrichstraße nur bis zum Bahnhof Zoologischer Garten. Der Regionalexpress 2 (Wismar–Berlin–Cottbus) wird zudem über Berlin-Lichtenberg umgeleitet.

Auch einige Fernzüge müssen über Ausweichstrecken fahren. Mit längeren Fahrzeiten müsse gerechnet werden, so der Bahnsprecher. Detaillierte Informationen gibt das Unternehmen telefonisch über die Hotline 0331-235-6881/6882 sowie im Internet auf der Seite www.bahn.de unter der Rubrik "Ist mein Zug pünktlich".

Berliner S-Bahnen sind nicht betroffen

Der Verkehr der Berliner S-Bahn sei von den Einschränkungen nicht betroffen, hieß es am Mittwoch.

Am Donnerstag vergangener Woche war aus noch ungeklärter Ursache ein schweres Betonteil aus der Decke in die Halle des Bahnhofs Friedrichstraße gestürzt. Es war aus dem Auflagenbereich von Stahlträgern der Bahnsteigkonstruktion abgebrochen.

Nach bisherigen Erkenntnissen hätte in diesem Bereich während der umfassenden Bahnhofssanierung Mitte der 90er-Jahre gar kein Beton verwendet werden dürfen.

Der Bahnhof Friedrichstraße gehört zu den am stärksten genutzten Stationen in Berlin. Täglich steigen dort bis zu 190.000 Fahrgäste ein-, aus- oder um.

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