18.12.12

Kriminalität

Baby in Berlin misshandelt - Vater wird festgenommen

Nach der schweren Misshandlung eines drei Monate alten Jungen in Berlin-Mitte steht der Vater unter dringendem Verdacht.

Von Peter Oldenburger und Steffen Pletl

Erneut ist es in Berlin zu einem schweren Fall von Kindesmisshandlung gekommen. Ein drei Monate altes Baby aus Berlin-Mitte erlitt dabei schwere Verletzungen. Das Kind soll sich nach Informationen der Berliner Morgenpost nicht in Lebensgefahr befinden.

Zu möglichen Spätfolgen konnten aber noch keine Angaben gemacht werden. Unter dringendem Tatverdacht steht der 40 Jahre alte Ex-Freund der Mutter. Die Tat war, offenbar in Abwesenheit der Mutter, bereits am Sonnabend vergangener Woche verübt worden, teilte die Polizei mit. Der 40-Jährige sollte einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeführt werden.

Die 31 Jahre alte Mutter des Jungen hatte am 15. Dezember 2012 die Feuerwehr angerufen, nachdem sie bei ihrem Kind deutlich sichtbare Beulen am Kopf festgestellt hatte. Ein Rettungswagen brachte den Säugling ins Krankenhaus.

Säugling weist schwerste Verletzungen auf

Das Kind wies einen mehrfachen Schädelbruch mit Hirnblutungen auf, so die Diagnose der Ärzte. Außerdem wurden Brüche mehrerer Rippen, des linken Arms sowie Blutergüsse am Kopf des Kindes festgestellt.

Das Fachkommissariat für Delikte an Schutzbefohlenen beim Landeskriminalamt übernahm daraufhin die Ermittlungen. Dabei stellte sich nach Angaben der Polizei heraus, dass die 31 Jahre alte Mutter nicht für die Tat in Frage komme.

Die Frau, die von ihrem Ex-Freund getrennt in der Badstraße in Wedding lebt, konnte glaubhaft machen, dass nur der 40 Jahre alte Kindsvater die Tat verübt haben könnte. In seiner Vernehmung verwickelte sich der Tatverdächtige in Widersprüche und machte nachweislich falsche Angaben, sodass er von den Beamten vorläufig festgenommen wurde.

Der getrennt von der Mutter lebende Vater soll den Jungen während eines Besuchs beaufsichtigt haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der 40-Jährige zum Tatvorwurf der Kindesmisshandlung bislang keine Angaben gemacht.

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