18.12.2012, 11:38

Nach Absturz Bahn prüft weitere Deckenteile im Bahnhof Friedrichstraße

Ein 20-Kilo-Betonbrocken war an dem Berliner Knotenpunkt durch die Deckenverkleidung gestürzt. Nun kontrolliert die Bahn weitere Abschnitte.

Nach dem Absturz von Deckenteilen im Berliner Bahnhof Friedrichstraße will die Bahn in den kommenden Wochen weitere Abschnitte unter dem Gleis 4 prüfen. Dort hatte sich am Donnerstag ein 20 Kilogramm schwerer Betonbrocken gelöst und war durch die Deckenverkleidung in die Einkaufspassage gestürzt.

Die Bahn führt den Vorfall auf Baufehler zurück, wie Sprecher Burkhard Ahlert am Dienstag sagte. Entgegen den Konstruktionsplänen sei zu viel Beton aufgebracht worden.

Bis Anfang nächsten Jahres solle nun die Decke an weiteren Stellen geöffnet werden, um zu überprüfen, ob dort ähnliche Mängel vorlägen. Die übrigen Bahnhöfe in Berlin würden jedoch nicht auf Fehlkonstruktionen kontrolliert, da sich das Gebäude in der Friedrichstraße mit seiner Brückenkonstruktion stark von anderen unterscheide, sagte Ahlert.

Die Statik sei jedoch auch in der Friedrichstraße nicht beeinträchtigt, so dass seit Montag die Regionalbahnlinien 21 und 22 den Bahnhof wieder anfahren.

(dpa/bee)
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