12.12.2012, 13:47

Prozess Mehr als zehn Jahre Haft wegen Mordes an 81-Jähriger

Mord

Foto: Steffen Pletl

Mord Foto: Steffen Pletl

Weil er dringend Geld für seine Spielleidenschaft brauchte, tötet er eine 81-Jährige in ihrer Seniorenresidenz in Berlin-Altglienicke.

Nach dem Mord an einer 81-Jährigen in einer Seniorenresidenz in Berlin-Altglienicke ist der Angeklagte am Mittwoch in Berlin zu zehn Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der 31-Jährige hatte vor dem Berliner Landgericht gestanden, die Seniorin am 9. März 2012 in ihrem Mietshaus getötet zu haben. Eigenen Angaben nach brauchte der Berliner dringend Geld, um seine Spielleidenschaft zu finanzieren und um Schulden zu abzuzahlen. Er hatte etwas Bargeld und die EC-Karte der Frau gestohlen, mit der er rund 2000 Euro abhob. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haft beantragt. Das Gericht ging aber wegen der Spielsucht des Mannes von einer verminderten Schuldfähigkeit aus.

Familienangehörige hatten die Seniorin am 10. März 2012 als vermisst gemeldet und einen Tag später tot im Keller einer Seniorenresidenz an der Ortolfstraße entdeckt. Die Wohnung der Frau sei verschlossen gewesen. Einen Schlüssel habe sie nicht bei sich gehabt.

Die Ermittler schlossen wegen der Todesumstände und der Situation beim Auffinden der Leiche von Beginn an ein Verbrechen nicht aus. Die Obduktion ergab dann eindeutige Hinweise auf ein Tötungsdelikt.

(dpa/nbo)
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