12.12.2012, 08:20

S5 und S75 Schnee und Eis sorgen für Verspätungen bei der S-Bahn


Am Mittwoch kam es zu Verspätungen auf den Ost-West-Strecken der S5 und S75

Foto: Wolfram Steinberg / dpa

Am Mittwoch kam es zu Verspätungen auf den Ost-West-Strecken der S5 und S75 Foto: Wolfram Steinberg / dpa

Auch am Mittwoch sorgt das Wetter für Chaos. In Berlin kam es wegen Kälte und Schnee zu Verspätungen bei den S-Bahn-Linien 5 und 75.

Auch am Mittwochmorgen haben Schnee und Eis für glatte Straßen und Verkehrsbehinderungen in Berlin und Brandenburg gesorgt. Es habe aber keine Zunahme bei den Unfallzahlen gegeben, berichteten die Berliner Feuerwehr und die Polizei in Potsdam. Die Autofahrer hätten sich an die Witterungsverhältnisse angepasst.

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Im Bahnverkehr in Brandenburg gab es nach Angaben der Bahn Verspätungen. Auch bei der S-Bahn in Berlin wurden nach eigenen Angaben Verspätungen auf den Ost-West-Strecken der S5 und S75 registriert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Potsdam erwartet weiter anhaltenden Frost und schwierige Straßenverhältnisse.

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Glätte führt zu zahlreichen Unfällen

Aber nicht nur in der Hauptstadt auch, sondern deutschlandweit führten Schneefälle und Glätte zu Verkehrsbeeinträchtigungen. In Hannover erfasste ein rutschendes Auto zwei kleine Mädchen auf einem Bürgersteig. Beide wurden schwer verletzt. Auf der Autobahn 72 am Kreuz Chemnitz saßen Hunderte Autofahrer nach einem Unfall über Nacht eingeschneit in ihren Autos fest. Entwarnung ist nicht in Sicht: Am Ende der Woche wird es zwar milder, wegen des kalten Bodens besteht aber weiterhin Glatteisgefahr. An den Zufahrten der Ostseehäfen bildete sich derweil das erste Eis.

Wie die Hannoveraner Polizei mitteilte, wollte ein Autofahrer die beiden Mädchen und ihre Kindergartengruppe vor dem Abbiegen passieren lassen. Allerdings kam sein Auto auf der abschüssigen und teilweise vereisten Fahrbahn ins Rutschen und krachte in die Kinder. Die Mädchen wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Spiegelglatte Fahrbahnen machten auch den Fahrern in Bayern zu schaffen. Allein in Schwaben zählte die Polizei fast 100 Unfälle. Meist blieb es bei Blechschäden. Auch der Flugverkehr im Freistaat blieb nicht verschont: Am Münchner Flughafen wurden bis zum Nachmittag 65 Flüge annulliert, wie ein Sprecher sagte. Da die Startbahnen immer wieder geräumt werden mussten, verzögerten sich zudem zahlreiche Flüge.

Ausharren bei eisiger Kälte

Gar nicht mehr ging hingegen in der Nacht zum Dienstag auf der Autobahn 72 am Kreuz Chemnitz. Nach einem Unfall mit mehreren Lastwagen saßen Hunderte Autofahrer stundenlang im Stau fest, wie die Polizei mitteilte. Helfer versorgten die Fahrer in den eingeschneiten Autos mit Decken und heißen Getränken.

Ein ähnliches Bild bot sich im hohen Norden. Spiegelglatte Straßen und mehrere Unfälle im Elbtunnel führten in und um Hamburg zu kilometerlangen Staus auf der Autobahn 7. Während des morgendlichen Berufsverkehrs standen die Autos in Richtung Süden auf einer Länge von 25 Kilometern, in Richtung Norden auf 14 Kilometern, wie ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale in der Hansestadt auf dapd-Anfrage sagte. Größerer Schaden entstand bei den Zwischenfällen nicht. Im Laufe des Vormittags entspannte sich die Lage wieder.

Wie das Rostocker Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) mitteilte, legte sich eine erste Eisschicht auf die Zufahrten der Ostseehäfen. Von Schleswig bis Greifswald wurden dünne Schichten gemeldet. Auch die Boddengewässer bekommen langsam eine Eishaut. Die Schifffahrt wurde allerdings nicht behindert.

(dpa/nbo)
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