11.12.2012, 16:17

Winterwetter Schnee, Eis und Glätte sorgen für 160 Unfälle in Berlin


Mitarbeiter der BSR räumen Schnee vor dem Brandenburger Tor. Am Dienstag kam es zu zahlreichen Unfällen auf den Straßen der Hauptstadt. Auch bei der S-Bahn kam es zu Beeinträchtigungen

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Mitarbeiter der BSR räumen Schnee vor dem Brandenburger Tor. Am Dienstag kam es zu zahlreichen Unfällen auf den Straßen der Hauptstadt. Auch bei der S-Bahn kam es zu Beeinträchtigungen Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Zumeist bleibt es bei Blechschäden. Beeinträchtigt ist erneut der Verkehr der Berliner S-Bahn: Es kommt zu Verspätungen und Zugausfällen.

Schnee und Eis haben auch am Dienstag den Verkehr in Berlin behindert. Zu größeren Störungen sei es aber nicht gekommen, berichtete die Polizei.

"Bis zum Mittag wurden 160 Unfälle gemeldet, fast ein ganz normaler Tag", sagte eine Polizeisprecherin. Die meisten Unfälle liefen glimpflich ab. "Nur Blechschäden, nichts Gravierendes", sagte die Sprecherin.

Aktuelle Informationen zum S-Bahnverkehr in Berlin via Twitter - hier.

Beeinträchtigt war wie schon tags zuvor der S-Bahn-Verkehr. Auf den Linien S5 und S75 wurden nach Angaben der S-Bahn teilweise kürzere Züge eingesetzt, vereinzelt fielen Züge auch aus.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Potsdam erwartet in der Hauptstadt weiter glatte Straßen. In der Nacht zum Mittwoch werden wieder Schneeschauer erwartet. Es soll mit minus zehn Grad klirrend kalt werden.

Aktuelle Informationen zum S-Bahnverkehr in Berlin via Twitter - hier.

Viele Karambolagen in Südbrandenburg

Glatte Straßen und überfrierende Nässe auch in Brandenburg: Die Polizei in Potsdam registrierte bis zum frühen Nachmittag 178 Unfälle, von denen etwa ein Drittel auf die Witterungsverhältnisse zurückzuführen waren, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Potsdam sagte. Es wurden zwölf Menschen verletzt. Nach Mitteilung des Deutschen Wetterdienstes schneite es in vielen Landesteilen.

Wie die Polizei berichtete, krachte es besonders auf den Straßen in Südbrandenburg – mehr als 100 Mal. Zumeist blieb es bei Blechschäden. Auf den Autobahnen in der Region kam es zu Staus. Oftmals rasten Autofahrer auf die wartenden Autos, was den Zugang der Bergungskräfte erschwerte, wie die Polizei in Cottbus berichtete.

Trotz Schneetreibens ereigneten sich in Ostbrandenburg nur wenige Unfälle. Nach dem Zusammenprall eines Lasters und eines Autos am Montagabend auf der B87 zwischen Müllrose und Ragow (Oder-Spree) war die Straße bis in die Morgenstunden wegen Bergungsarbeiten gesperrt. Schweres Gerät musste zur Bergung anrücken.

Am Montag schlitterte eine Fahrerin auf der B166 bei Heinersdorf (Uckermark) mit ihrem Auto gegen die Leitplanke. Der Wagen schleuderte von dort in den Gegenverkehr und stieß mit einem Auto zusammen, teilte die Polizei mit. Dessen Fahrerin erlitt Verletzungen und kam in ein Krankenhaus. Der Gesamtschaden wird auf rund 39 000 Euro geschätzt. Die Bundesstraße war etwa eine Stunde voll gesperrt.

(dpa/bee)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter