11.12.12

Prozess in Berlin

Mit Voodoo zur Prostitution gezwungen - Prozess startet

Eine Frau aus Nigeria soll Afrikanerinnen durch Voodoo-Rituale unter Druck gesetzt haben. Jetzt beginnt gegen sie ein Prozess in Berlin.

Vor dem Berliner Landgericht hat am Dienstag der Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied einer Bande von Menschenhändlern begonnen, die junge Afrikanerinnen mit einem Voodoo-Zauber zur Prostitution gezwungen haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft der aus Nigeria stammenden Frau im Zeitraum von Oktober 2010 bis April 2012 fünf Taten vor.

Junge Afrikanerinnen, die Interesse an einer Arbeit hatten, sollen in ihrer Heimat verpflichtet worden sein, tausende Euro für ihre Schleusungen abzuarbeiten. Vor ihrer Abreise aus Afrika mussten sich die Frauen den Ermittlungen nach einem Voodoo-Ritual unterziehen.

In Deutschland mussten sich die Frauen dem Ermittlungsergebnis nach in verschiedenen Städten in Bordellen prostituieren. Die Frauen sollen von der Bande in Afrika mit Visa und falschen Personalien ausgestattet worden sein. Die Reisen seien mit erfundenen Geschichten begründet worden.

Bereits im August hat der Prozess gegen eine 35-Jährige begonnen, die mit der gleichen Masche eine junge Nigerianerin nach Deutschland gelockt haben soll.

Quelle: dpa/bee
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