10.12.12

Wintereinbruch

Schnee bringt erneut die Berliner S-Bahn ins Rutschen

Nach dem klirrend kalten Wochenende ist es am Montag wieder etwas milder. Der Schnee taut auf Berlins Straßen, es soll allerdings wieder kälter werden.

Foto: dpa

Schneebedeckte Gleise, gefrorene Türen: Der Winter löst wieder Problem bei der S-Bahn aus
Schneebedeckte Gleise, gefrorene Türen: Der Winter löst wieder Problem bei der S-Bahn aus

Das Winterwetter hat zum Wochenstart wieder Störungen im Berliner S-Bahn-Verkehr ausgelöst. Besonders betroffen war die Ringbahnlinie S41/42. Dort blieb ein Zug im Bahnhof Westhafen liegen, wie die S-Bahn am Montag berichtete. Es kam im Berufsverkehr zu Verspätungen und Zugausfällen. Wegen einer Weichenstörung in Grunewald konnte die S-Bahn zwischen Westkreuz und Potsdam nur im 20 Minuten Takt verkehren, wie die S-Bahn auf ihrer Homepage mitteilte.

Wegen eines Polizeieinsatzes hielten zudem Züge der S 45, S 46, S 8 und S 9 nicht am Bahnhof Adlershof. Dort wurde ein herrenloser Koffer entdeckt, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Inhalt entpuppte sich jedoch als harmlos.

Ein weiteres Problem gab es bei Wilhelmshagen. Dort mussten S-Bahnen und Regionalbahnen rund 20 Minuten gestoppt werden, weil Sprengmeister eine 50-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen mussten. Auch zwei Autohäuser auf brandenburgischem Gebiet mussten laut Polizei geräumt werden.

Wetterdienst warnt vor glatten Straßen

Im Straßenverkehr gab es trotz des Wintereinbruchs am Montagmorgen in Berlin keine Häufung von Unfällen. Die Zahl der Einsätze sei bisher normal gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch die Polizei sprach von einem ruhigen Morgen mit lediglich 15 Unfällen zwischen 07.00 und 08.00 Uhr. Allerdings kämen die Autofahrer vor allem auf nicht geräumten Straßen langsamer voran als normal.

Im Laufe des Tages könnte sich die Verkehrssituation in der Hauptstadt aber wieder verschärfen. Der Deutsche Wetterdienst in Potsdam erwartet wegen leichten Tauwetters und Schneefalls überfrierende Nässe. Deshalb könnte es am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag Straßenglätte geben.

Insgesamt hat sich die Wetterlage im verschneiten Deutschland nach einem klirrend kalten Wochenende kurzzeitig wieder entspannt. Die Temperaturen lagen in der Nacht zum Montag teilweise wieder über null Grad. Das etwas mildere Wetter hält jedoch nicht lange an. Schon in der Nacht zum Dienstag soll es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wieder fast überall schneien. Bis Mitte der Woche sei zudem mit zweistelligen Minustemperaturen zu rechnen.

Erste Kältetote

Am Wochenende hatten dichtes Schneetreiben und klirrende Kälte vielen Menschen in Deutschland zu Schaffen gemacht. In einem Berliner Hinterhof wurde ein toter Mann gefunden, vermutlich war er erfroren. In Großkühnau bei Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) fand die Polizei am Samstag eine Frau in einem Park tot auf. Sie sei offenbar erfroren, teilte die Polizei mit. In Mecklenburg-Vorpommern und in Hamburg retteten Helfer zwei Menschen aus der Kälte.

Schwierigkeiten bereitete das Wetter auch den Reisenden in Deutschland: Am Frankfurter Flughafen wurden allein am Sonntag mehr als 350 Flüge gestrichen, wie der Betreiber Fraport mitteilte. Am Abend und in der Nacht zum Montag beruhigte sich die Lage wieder etwas. "In den letzten Stunden hatten wir nur geringe Beeinträchtigungen", sagte ein Sprecher des Flughafens.

Bahn drosselt Geschwindigkeit

Die Deutsche Bahn drosselte am Sonntag die Geschwindigkeit ihrer Züge für den Fernverkehr auf 200 Stundenkilometer. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, um Betriebsschäden zu verhindern, sagte eine Bahnsprecherin. Auf den deutschen Straßen bleibt es auch in den kommenden Tagen glatt. Autofahrer müssten sich auf Glatteis und Schneeverwehungen einstellen, sagte eine Mitarbeiterin des Deutschen Wetterdienstes.

Quelle: dpa/dpad/ap
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