10.12.2012, 08:01

Warnstreik Zahlreiche Flüge von und nach Berlin ausgefallen


Jeweils rund 100 Mitarbeiter des Sicherheitspersonals legten Tegel und Schönefeld die Arbeit für zwei Stunden nieder

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Jeweils rund 100 Mitarbeiter des Sicherheitspersonals legten Tegel und Schönefeld die Arbeit für zwei Stunden nieder Foto: Jörg Carstensen / dpa

Ver.di hat überraschend Warnstreiks an Flughäfen angekündigt. In Schönefeld und Tegel ließ nun das Sicherheitspersonal die Arbeit ruhen.

Warnstreiks des Sicherheitspersonals haben am Montagmorgen auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld zu Flugausfällen und Verspätungen geführt. Auf beiden Flughäfen beteiligten sich jeweils etwa 100 Mitarbeiter an dem Ausstand, sagte Jürgen Stahl, Sprecher der Gewerkschaft Verdi in der Region. Die Aktion habe zwei Stunden gedauert. Hintergrund des Warnstreiks sind stockende Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag.

In Tegel fielen der elektronischen Fluginformation zufolge 14 Flüge aus. Wie viele davon auf die Witterung und wie viele auf die Warnstreiks zurückzuführen waren, war am Morgen noch unklar. In Schönefeld gab es bei der Abfertigung Verspätungen von bis zu einer Stunde. Bereits am Sonntag hatte der Wintereinbruch zu Verspätungen geführt.

Ver.di will Verhandlungsdruck erhöhen

Der erst in der Nacht angekündigte Warnstreik traf neben Berlin auch mehrere andere deutsche Flughäfen wie Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg oder Köln/Bonn. Die Streiks sollen dabei nach Flughäfen gestaffelt bis zum Mittag dauern und den Druck in den Tarifverhandlungen erhöhen.

Bundesweit vertritt Verdi im Sicherheitsbereich nach eigenen Angaben 15.000 Beschäftigte. In den Verhandlungen macht sich die Gewerkschaft unter anderem für geregelte Dienstpläne, unbefristete Arbeitsplätze und gerechte Löhne stark.

(dpa/ap)
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