09.12.2012, 18:02

Notlandung Flugzeug aus Berlin muss wegen Rauch im Cockpit notlanden


Die Linienmaschine der Airline Condor nach einer Notlandung auf dem Flughafen in Stuttgart

Foto: Friebe / dapd

Auf dem Flug nach Las Palmas bemerkt die Crew eines Condor-Fliegers den Rauch. Ein Augenzeuge berichtet von Flammen, die Airline dementiert.

Eine Maschine der Airline Condor ist wegen Rauchs im Cockpit und in der Kabine in Stuttgart notgelandet. Niemand sei bei der außerplanmäßigen aber kontrollierten Landung am Sonntag verletzt worden, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft.

Der Airbus 320 war mit 132 Urlaubern auf dem Weg von Berlin-Schönefeld nach Las Palmas in Gran Canaria. Piloten und Crew bemerkten den Rauch in einer Höhe von 35.000 Fuß (10.000 Meter).

"Der Kapitän hat sich aufgrund eines außergewöhnlichen Geruchs und einer Rauchentwicklung in Cockpit und Kabine entschlossen, Luftnotlage zu erklären", sagte der Sprecher weiter. Wie sich später herausstellte, hatte ein defektes Wetterradar den Qualm verursacht. Ein Sprecher der Fluggesellschaft sagte, das Wetterradar befinde sich unterhalb des Kapitänssitzes. Es hatte einen Defekt, wurde sofort vom Stromkreislauf getrennt und durch ein anderes Gerät ersetzt.

Ein Augenzeuge berichtete "bild.de", dass ein Teil der Flugzeug-Tragfläche in Flammen stand. Der Sprecher der Fluglinie dementierte: "Es hat nicht gebrannt. Andernfalls wäre die Evakuierung auch nicht so entspannt abgelaufen."

Die Reisenden verließen nach der Landung am frühen Nachmittag das Flugzeug über die Treppe und wurden mit dem Bus zum Terminal gefahren, wie es weiter hieß.

"Für diesen Zeitraum wurde der Flugverkehr eingestellt", sagte ein Sprecher des Flughafens. Der unterbrochene Flug sollte den Angaben nach noch am Sonntag mit einer Ersatzmaschine aus Berlin weitergehen.

Zwei Besatzungsmitglieder ließen sich vorsorglich untersuchen. Die Ursache des Zwischenfalls wird nun von einem Expertenteam untersucht.

(dpa/dapd/bee)
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