09.12.2012, 14:21

Eine Wertstofftonne Müll-Recycling soll in Berlin leichter werden

Schwarz-Gelb plant bundesweite Wertstofftonne

Foto: dpa / dpa/DPA

Schwarz-Gelb plant bundesweite Wertstofftonne Foto: dpa / dpa/DPA

Müllstreit beendet: Kunststoff und Metall sollen in Berlin künftig nicht mehr in unterschiedliche Tonne wandern, sondern in eine gemeinsame.

Müll-Recycling wird in Berlin nun noch einfacher. Von Januar an können viele wiederverwertbare Verpackungen und Abfälle in eine Tonne wandern. Aus den bisher gelben und orangen Tonnen soll eine Wertstofftonne werden. Mit diesem Kompromiss haben die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) und der private Abfallentsorger Alba ihren jahrelangen Müllstreit beendet, wer welchen Müll einsammeln und verwerten darf.

In der Vergangenheit meldeten sowohl private Unternehmen wie auch der kommunale Abfallentsorger Anspruch auf die lukrative Weiterverwertung der Abfälle an. Nun wurde ein Kompromiss gefunden, bei dem die Berliner Stadtreinigung beteiligt ist, aber die Entsorgung gleichzeitig ausgeschrieben wird. Die Dualen Systeme werden die Klimatonne für Berlin demnach in vier Losen ausschreiben, die BSR bekommt einen von vornherein fest gelegten Anteil. Der Anteil könnte bei etwa 15 Prozent liegen.

In die neuen Wertstofftonne dürfen die Bürger von 2013 an alle Abfälle aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien schmeißen. Einziger Wermutstropfen: Kleine Elektrogeräte und Datenträger sowie Holz und Sperrmüll müssen wieder auf einem Recyclinghof entsorgt werden. Wie die neue Tonne aussieht, wer in welchen Gebieten die Sammlung vornimmt und wo die gesammelten Wertstoffe sortiert werden, wollen die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die beiden Unternehmen BSR und Alba an diesem Montag vorstellen.

dpa/nbo

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