09.12.12

Gewaltexzess am Alex

Verdächtiger im Fall Jonny K. belastet Flüchtige schwer

Jonny K. wurde von sieben jungen Männern zu Tode getreten. Ein Verdächtiger hat nun offenbar zwei flüchtige Haupttäter schwer belastet.

Foto: DAPD

Hunderte Berliner haben des am Berliner Alexanderplatz getöteten Jonny K. gedacht.

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Im Fall des am Berliner Alexanderplatz getöteten Jonny K. (20) hat ein Verdächtigter die zwei noch flüchtigen, mutmaßlichen Haupttäter schwer belastet. Demnach sollen die 19- und 24-Jährigen den Streit provoziert haben, berichtete "Der Spiegel". Der 21-jährige Verdächtige hatte sich Mitte November gestellt und sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zu dem Bericht am Sonntag nicht konkret äußern, da die Ermittlungen noch liefen.

In einer mehrstündigen Vernehmung soll der Verdächtige laut "Spiegel" detailliert beschrieben haben, wie Jonny K. zu Tode geprügelt wurde. Demnach soll der 19-Jährige, ein früherer Amateur-Boxer, die Schlägerei ausgelöst haben, indem er einem angetrunkenen Freund von Jonny K. einen Stuhl wegzog. Danach sei die Prügelei ausgebrochen.

Hauptverdächtige sind im Ausland

Kurz darauf habe der 24-Jährige Jonny K. einen ersten Tritt gegen die Brust versetzt, worauf er mit dem Kopf auf dem Pflaster aufgeschlagen sei. Der 19-Jährige habe derweil auf den Freund von Jonny K. eingeschlagen.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte indes die entscheidende Rolle der noch Flüchtigen. Sie sollen sich im Ausland aufhalten. Laut "Spiegel" sollen die Tatverdächtigen mit ihren Familien ihre Aussagen abgesprochen haben. Insgesamt sollen es sechs Täter sein, vier sind gefasst oder haben sich gestellt.

In der Nacht zum 14. Oktober hatten sieben junge Männer den 20-jährigen Jonny K. vor einem Lokal am Rande des Alexanderplatzes brutal zusammengeschlagen und getreten. Er starb einen Tag später aufgrund der Blutungen im Gehirn, die Fußtritte der Täter gegen seinen Kopf hervorgerufen hatten. Der gebürtige Thailänder hatte einem völlig betrunkenen Freund helfen wollen, als er unvermittelt von der Gruppe angegriffen wurde

Quelle: dpa/BMO/nbo
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