06.12.2012, 13:34

Ludwigsfelde Frau von Ex-Bürgermeister wollte keine Scheidung

Im Mordprozess gegen Heinrich Scholl in Potsdam sagt eine Freundin der getöteten Ehefrau, sie hätte trotz Affären nie an Scheidung gedacht.

Im Mordprozess gegen den Ludwigsfelder Ex-Bürgermeister Heinrich Scholl hat das Potsdamer Landgericht tiefere Einblicke in die Ehe des Angeklagten und seiner getöteten Frau erhalten.

Obwohl Scholl ausgezogen war und eine außereheliche Beziehung in Berlin hatte, habe seine Ehefrau nie an Scheidung gedacht, sagte eine Freundin am Donnerstag. "Es war schon schlimm für sie, aber sie hat immer gehofft, dass es nur vorübergehend ist", fügte sie hinzu. In der Ehe sei die Getötete recht dominant gewesen, sagte die Zeugin. Sie selbst habe den Wunsch Heinrich Scholls nach mehr Freiheiten nachvollziehen können und seiner Frau auch geraten, sich zu ändern.

Scholl ist angeklagt, seine Frau vor etwa einem Jahr heimtückisch erdrosselt zu haben. Zudem soll er auch ihren Cockerspaniel getötet haben. Er bestreitet die Taten.

(dapd/bee)
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