03.12.12

Technischer Defekt

Feuerwehr löscht Brand im früheren DDR-Rundfunkhaus

Bei einem Feuer im früheren DDR-Rundfunkhaus an der Nalepastraße sind zwei Regieräume in Mitleidenschaft gezogen worden.

Foto: dapd
Brand in historischem Funkhaus
Rund 90 Feuerwehrleute waren an der Nalepastraße in Berlin-Oberschöneweide im Einsatz

Mit einem Großaufgebot ist die Berliner Feuerwehr am frühen Montagnachmittag auf das Gelände der ehemaligen Radioanstalt der DDR im Bezirk Treptow-Köpenick ausgerückt.

Aus zunächst ungeklärter Ursache war in dem früheren Rundfunkhaus an der Nalepastraße 16-48 ein Schwelbrand entstanden. Zunächst waren drei Staffeln ausgerückt, deren Besatzung aber schon kurze Zeit später Verstärkung anforderte, da auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern Flammen loderten. Insgesamt kamen 90 Feuerwehrleute auf dem historischen Gelände zum Einsatz. Menschen wurden nicht verletzt.

Im zweiten Obergeschoss des Gebäudes, in dem der große Sendesaal untergebracht war, brannten nach Feuerwehrangaben neben Einrichtungsgegenständen auch die Wand- und Deckenverkleidungen. Durch die in Brand geratenen Dämmstoffe in den Verkleidungen kam es zu einer erheblichen Rauchentwicklung, so Feuerwehrsprecher Jens-Peter Wilke. Deshalb sei die Lage noch fast eine Stunde nach der ersten Alarmierung unübersichtlich gewesen.

Erst gegen 15.40 Uhr konnten die Einsatzkräfte der Leitzentrale melden, dass der Brandherd unter Kontrolle war. Er wurde in einem etwa 25 Quadratmeter großen Regieraum lokalisiert.

Als Ursache des Brandes vermutet die Feuerwehr einen technischen Defekt. Nach Angaben der Feuerwehr wurden der Regieraum und ein benachbarter Raum stark verraucht. Sie befinden sich oberhalb eines großen Sendesaals.

Die Einsatzkräfte forderten auch Spezialtechnik an, um den Rauch abzusaugen, der die Arbeit sehr behinderte.

In dem riesigen denkmalgeschützten Gebäudekomplex in Oberschöneweide hatte von 1956 bis 1990 der Rundfunk der DDR seinen Sitz. Er unterstand dem 1952 gegründeten Staatlichen Komitee für Rundfunk (StKfR) beim Ministerrat der DDR. Dem Komitee waren sämtliche Intendanten der einzelnen Sender wie Stimme der DDR, Radio DDR mit den beiden Programm Radio DDR I und DDR II, Berliner Rundfunk und Radio Berlin International sowie ab 1986 auch DT64 unterstellt.

Heutzutage sind dort zahlreiche kleine Unternehmen aus der Medien- und Musikbranche sowie Probenräume von Künstlern untergebracht.

Quelle: pol
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