30.11.12

Wetterwechsel

BSR fühlt sich für Wintereinbruch gerüstet

Der Winter hat Deutschland erreicht. Sturmböen, Schneefall und Glätte plagen besonders die Mitte. Berlin ist davon noch verschont geblieben.

Foto: Christian Hahn

Für die BSR kann der Winter kommen
Für die BSR kann der Winter kommen

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) fühlt sich für den Wintereinsatz in Berlin gerüstet. Dafür stünden bis zu 2100 Frauen und Männer sowie 480 Räum- und Streufahrzeuge in Bereitschaft, teilte die BSR am Freitag mit. Insgesamt habe die BSR im Winterdienst 10.500 Kilometer zu betreuen. Darunter seien auch 18 500 Kreuzungen. Dazu kommen 1100 Kilometer Radwege. Darüber hinaus kümmert sich die BSR auch um die Haltestellen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Zum Einsatz kommt die Stadtreinigung zudem auf wichtigen Plätzen und in Fußgängerzonen.

Während Berlin noch von einem Winter-Chaos verschont blieb, brachten Sturmböen, Schneefall und Glätte den Verkehr in anderen Teilen Deutschlands bereits zum vorübergehend zum erliegen. Vor allem wegen umgeknickter Bäume und herabgefallener Äste waren zahlreiche Straßen in der Oberpfalz und im Raum Erzgebirge bis zum frühen Freitagmorgen nicht passierbar. Meteorologen warnten erneut vor Sturmböen und Schneefällen, besonders in der Mitte Deutschlands.

Sachsen besonders betroffen

Die Autobahn 72 in Sachsen war aufgrund zahlreicher Unfälle am Donnerstagabend gesperrt, bis Mitternacht gab es teils massive Behinderungen, wie ein Polizeisprecher sagte. In einem etwa 30 Kilometer langen Stau blieben Lastwagen liegen und ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Am Abend und teilweise bis in die Nacht waren zudem mehrere Bundesstraßen zeitweise gesperrt. Bis Mitternacht gingen in der Polizeidirektion Südwestsachsen 327 Notrufe ein. In dem Bereich wurden 118 Verkehrsunfälle gezählt, wobei neun Menschen verletzt wurden. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Einsätzen wegen umgestürzter Bäume und liegen gebliebener Fahrzeuge.

Winterreifen im Süden und dere Mitte Deutschlands jetzt unerlässlich

In der Oberpfalz in Bayern rückten Einsatzkräfte am Abend und in der Nacht zu 60 Einsätzen wegen Schneebruchs aus, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Mehrere Straßen waren zeitweise gesperrt. Noch am Freitagmorgen waren die Staatsstraße 2121 im Landkreis Tirschenreuth und die Kreisstraße Weiden 29 nicht passierbar. Nebenstraßen sollten auch am Freitagmorgen gemieden werden, hieß es bei der Polizei.

In Thüringen war vor allem der Bereich Saalfeld betroffen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Allerdings habe sich die Verkehrslage bereits am Donnerstagabend weitgehend entspannt. "Die Verkehrsteilnehmer haben sich auf die Situation eingestellt", sagte ein Sprecher. Einsatzkräfte wiesen darauf hin, Winterreifen anzubringen und entsprechend der Verkehrssituation zu fahren.

Warnung vor neuen Schneefällen Sachsen und Thüringen

Meteorologen warnten für den Freitag vor Schneefällen vor allem im Bergland von Sachsen und Thüringen. Besonders in der Mitte Deutschlands sei zudem mit stürmischen Böen zu rechnen. In weiten Teilen Ostdeutschlands gebe es Dauerregen. Da bis zum Sonnabend die Temperaturen weiter sinken, sei mit Glätte zu rechnen.

Quelle: dpa/dpad/ap
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