27.11.12

Raumfahrt

Staubsturm tobt auf Mars

Es ist sehr ungemütlich auf dem Roten Planeten.

Foto: dapd

Dieses zusammengesetzte Bild hat ausnahmsweise einmal nicht der Mars-Rover „Curiosity“ geschickt, sondern die Nasa-Sonde „Mars Reconnaissance Orbiter“. Man kann einen Staubsturm auf der südlichen Hemisphäre des Planeten erkennen
Dieses zusammengesetzte Bild hat ausnahmsweise einmal nicht der Mars-Rover "Curiosity" geschickt, sondern die Nasa-Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter". Man kann einen Staubsturm auf der südlichen Hemisphäre des Planeten erkennen

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa beobachtet seit zwei Wochen einen riesigen Staubsturm auf dem Mars, der atmosphärische Veränderungen mit sich gebracht hat.

Es sei das erste Mal, dass ein solches Phänomen sowohl von einer Raumsonde aus als auch von einem Roboter auf dem Planeten selbst beobachtet werde, teilte die Nasa am Montag auf ihrer Webseite mit.

Mitte November stellte die in 300 Kilometern Höhe um den Mars fliegende US-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter demnach eine Erwärmung der Atmosphäre etwa 25 Kilometer oberhalb des Sturms fest.

Seitdem stieg die Temperatur um etwa 25 Grad Celsius. Dies erkläre sich dadurch, dass in dieser Höhe die Sonnenstrahlen durch den Staub absorbiert würden, erklärte die Nasa. Der Mars-Rover "Curiosity" maß mit seiner Wetterstation atmosphärische Veränderungen etwa beim Luftdruck.

Derzeit handele es sich um einen "regionalen Sturm" in einer Gegend des Mars, in der sich solche Stürme in der Vergangenheit auch schon auf den gesamten Planeten ausgedehnt hätten, erklärte der führende Mars-Wissenschaftler im Jet Propulsion Laboratory (JPL) im kalifornischen Pasadena, Rich Zurek. Nach seinen Worten hoffen die Forscher auf Erkenntnisse darüber, warum manche Staubstürme an einem bestimmten Zeitpunkt aufhören zu wachsen, während andere immer größer werden, bis sie den ganzen Planeten erfassen.

Quelle: AFP/sei
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