22.11.12

Verkehrssicherheit

Die ersten Fußgänger-Ampeln blinken in Berlin

Blinkende Ampeln sollen die Verkehrssicherheit in Berlin erhöhen. Außerdem geplant: die Einführung von Tempo-20-Zonen auf Geschäftsstraßen.

Foto: dapd

Wenn’s blinkt, wird’s brenzlig: Neue Fußgängerampeln sollen die Sicherheit im Berliner Straßenverkehr erhöhen
Wenn's blinkt, wird's brenzlig: Neue Fußgängerampeln sollen die Sicherheit im Berliner Straßenverkehr erhöhen

In Berlin blinken die ersten Fußgänger-Ampeln. Am Donnerstag sind die ersten drei rot-blinkenden Ampeln in Berlin freigeschaltet worden. Anfang Dezember sollen an anderen Kreuzungen drei weitere Fußgänger-Ampeln, die grün blinken, hinzukommen.

Die neuen Ampel-Signale sollen die Sicherheit und den Komfort des Fußverkehrs erhöhen, wie Verkehrssenator Michael Müller (SPD) am Donnerstag sagte.

Blinke eine Ampel rot, sollte die Fahrbahn nicht mehr betreten werden, denn die Rot-Phase stünde unmittelbar bevor, sagte Müller. Fußgängern, die sich zum Beginn der rotblinkenden Phase bereits auf der Fahrbahn befänden, bliebe aber ausreichend Zeit, die andere Seite sicher zu erreichen.

Das grüne Blinken einer Ampel signalisiere dem Fußgänger, dass die Grün-Phase bald vorüber gehe, aber noch genügend Zeit bleibe, loszugehen und die Straße vor Beginn der Rot-Phase sicher zu überqueren, fügte Müller hinzu. Menschen, die nur langsam gingen, sollten beim Grün-Blinken allerdings warten. Autofahrern werde durch das blinkende Signal angezeigt, dass sich die Fußgänger "noch zu recht" auf der Fahrbahn befänden, sagte der Senator.

Ampeln mit Countdown-Signal kommen nächstes Jahr

Ab Mitte nächsten Jahres soll ein drittes Signal an Fußgänger-Ampeln getestet werden: das Countdown-Signal. Der mittlere Kreis der Ampel wird aktiviert, wenn der Fußgänger die Straße räumen soll. Das Signal ist ein Zebrastreifen. Die abnehmende Zahl der Balken zeigt dem Fußgänger an, wie viel Zeit ihm zum Überqueren der Fahrbahn noch bleibt.

Mit diesen Ampel-Modellprojekten hat der Senat begonnen, die im Juli 2011 beschlossene "Fußverkehrsstrategie" umzusetzen. Dazu zählt außerdem das Vorhaben "Berliner Begegnungszonen", die ebenfalls die Sicherheit für Fußgänger erhöhen sollen.

Verkehrsberuhigte Straße mit Tempo-20-Zonen geplant

Auf ausgewählten Abschnitten von Straßen mit hohem Fußgängeraufkommen und Hauptgeschäftsstraßen solle das "verträgliche Miteinander aller Verkehrsarten" gefördert werden, sagte Müller. Die ersten Projekte sollen ab 2014 in der Maaßenstraße in Schöneberg und der Bergmannstraße in Kreuzberg realisiert werden. Geplant sind unter anderem verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche mit Tempo-20-Zonen.

Verengte Stellen auf Fahrbahnen sollen dafür sorgen, dass Autofahrer die Geschwindigkeit reduzieren. Insgesamt solle die Aufenthaltsqualität für Fußgänger deutlich gesteigert werden, sagte Müller. Dazu solle auch das Trennen von Fußgänger- und Fahrradfahrverkehr beitragen.

Quelle: dapd/bee
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