22.11.2012, 14:00

Berliner Landgericht Prozess um Visa-Affäre endet mit Freispruch für Diplomaten

Der 41-Jährige war wegen Korruption angeklagt. Er sollte gegen Bezahlung Visa für afghanische Staatsbürger genehmigt haben.

Nach der Affäre um gekaufte Visa ist ein 41 Jahre alter Diplomat freigesprochen worden. Der Vorwurf der Bestechlichkeit hat sich im Prozess vor dem Berliner Landgericht nicht bestätigt, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.

Der Beamte des Auswärtigen Dienstes war angeklagt, ab Oktober 2009 als damaliger Leiter der Konsularabteilung im Golf-Staat Dubai in mindestens 16 Fällen Visa für afghanische Staatsbürger genehmigt zu haben, obwohl die Voraussetzungen nicht vorlagen. Pro Visaerteilung soll er bis zu 4000 Euro erhalten haben.

Der Diplomat hatte die Anschuldigung der Korruption bereits zu Prozessbeginn im August energisch zurückgewiesen. Das Urteil war am Mittwoch gesprochen worden.

(dpa/dapd/sei)
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