19.11.2012, 17:49

Mitbewerber Polizeipräsidenten-Kandidat Keese droht erneut mit Klage

Foto: Polizei Berlin / dpa

Die Wahl eines neuen Polizeichefs ist offiziell noch nicht getroffen, trotzdem denkt Klaus Keese bereits über eine Klage nach.

Der Berliner Senat will sich an diesem Dienstag für einen neuen Berliner Polizeipräsidenten entscheiden – womöglich mit einem juristischen Nachspiel. Zuverlässigen Quellen zufolge soll die Wahl auf Empfehlung von Innensenator Frank Henkel (CDU) auf den Chef der Bundespolizeidirektion Berlin, Klaus Kandt, fallen.

Dessen Mitbewerber Klaus Keese will in dem Fall eine Klage prüfen. "Ich werde mich mit meinem Anwalt beraten, sobald ich das Ablehnungsschreiben erhalten habe", sagte der Leiter der Berliner Polizeidirektion 1 am Montag.

Margarete Koppers Zukunft ist noch ungewiss

Nach der Entscheidung haben die unterlegenen Kandidaten 14 Tage Zeit, Einspruch einzulegen. Der 61-jährige Keese war schon im Vorjahr mit seiner Bewerbung gescheitert. Danach hatte er vor Gericht zweimal das Auswahlverfahren gestoppt. Ob auch andere Mitbewerber eine Klage erwägen, wurde zunächst nicht bekannt.

Unklar ist auch, ob Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers in der bundesweit größten Landespolizei bleiben wird. Dies hatte die 50-Jährige bislang stets offen gelassen. Nach Dieter Glietschs Ausscheiden im Sommer 2011 hatte die Juristin die Behörde rund anderthalb Jahre kommissarisch geleitet. Zuletzt hatte sie Henkel mit einem indirekten Vorwurf der Parteilichkeit düpiert.

Der 52-jährige Kandt hatte sich gegen zuletzt vier von einst 18 Mitbewerbern durchgesetzt. Henkel hatte die Stelle im April neu ausschreiben lassen. Kandt war schon zu Jahresbeginn als Favorit seines Parteifreundes Henkel gehandelt worden, ohne dass Henkel selbst einen Namen genannt hatte.

(dpa/nbo)
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