12.11.2012, 16:39

Ausgesetzt Zukunft des Findelkindes aus der Charité noch ungewiss

Die Polizei ist bei der Suche nach der Mutter eines Berliner Findelkindes noch immer nicht entscheidend vorangekommen.

Das Findelkind aus der Charité liegt weiterhin im Krankenhaus, ist aber zugleich in der Obhut der Jugendhilfe. "Es geht ihm blendend", sagte eine Mitarbeiterin der Charité-Pressestelle am Montag.

Nach Angaben des zuständigen Jugendamts in Lichtenberg ist noch unklar, wo das Kind künftig leben soll. Er rechne nicht mit einer kurzfristigen Entscheidung, sagte der Leiter Rainer Zeddies.

Wenn die Eltern gefunden werden, könne das Baby möglicherweise bei ihnen leben. Eine weitere Möglichkeit sei eine Adoption.

Bislang acht Hinweise, keine heiße Spur

Eine Reinigungskraft hatte das nur wenige Stunden alte Baby am 4. November auf einer Toilette der Kinderrettungsstelle auf dem Campus Virchow-Klinikum im Wedding gefunden. Die Polizei sucht nach der Mutter.

Nach Angaben eines Sprechers sind bislang acht Hinweise eingegangen. Eine heiße Spur gibt es aber nicht. Die Behörden wollten nicht bekanntgeben, ob es sich um ein Mädchen oder einen Jungen handelt.

Gleichmäßige Verteilung von Findelkindern

Die Zuständigkeit der Jugendämter der Bezirke richtet sich bei Findelkindern nicht nach dem Fundort, sondern nach dem Geburtsmonat des Kindes. Es gebe einen entsprechenden Verteilerschlüssel, erklärte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Jugend. So solle eine gleichmäßige Verteilung der Kinder gewährleistet werden.

Das Charité-Findelkind wurde auf dem Campus Virchowklinikum im Bezirk Mitte gefunden, zuständig ist nun aber Lichtenberg. Die Jugendämter entscheiden über das weitere Vorgehen.

(dpa/bee)
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