10.11.12

Spektakuläre Aktion

Berliner Feuerwehr und THW retten Hund aus Dachsbau

Dieser Einsatz war ungewöhnlich und er dauerte Stunden. In Berlin saß ein neun Jahre alter Terrier in einem Dachsbau fest.

Foto: Steffen Pletl

Elena (8) hält ihren Skipper wieder in den Armen, nachdem der Parson Russell Terrier in der Nacht sieben Stunden in einem Dachsbau gefangen war.

13 Bilder

Ein allzu munterer Vierbeiner hat in Berlin-Konradhöhe im Bezirk Reinickendorf einen geradezu spektakulären Rettungseinsatz der Berliner Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes (THW) ausgelöst.

Der Tierbesitzer war am Freitagabend an der Rauhfußgasse mit seinem Hund Skipper Gassi, als sich der Terrier plötzlich losriss und samt Leine davonrannte. Noch bevor der Hundehalter etwas unternehmen konnte, verschwand das Tier in einem nahe gelegenen Dachsbau – und kam auch auf mehrfaches Rufen nicht wieder zum Vorschein.

Der Mann sah in seiner Verzweiflung nur noch die Möglichkeit, die Feuerwehr zu alarmieren. Die rückte gegen 18.30 Uhr mit einer Staffel an, unmittelbar darauf begannen die Rettungskräfte mit dem Graben.

Hund hatte sich mit seiner Leine verheddert

Nach einiger Zeit wurde den Feuerwehrleuten klar, dass sie angesichts der Größe des in Frage kommenden Geländes vor einer schier unlösbaren Aufgabe standen. Daraufhin rückten zwei weitere Staffeln zu Unterstützung an. Mit vereinten Kräften gruben knapp Feuerwehrleute, später noch zusätzlich vom THW unterstützt, auf einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern bis um 1.30 Uhr in der Nacht, bevor der neun Jahre alte Skipper endlich geborgen werden konnte.

Herrchen, Frauchen und die gemeinsame kleine Tochter verfolgten sichtlich angespannt und aufgeregt die Grabungen. Der Einsatz von zusätzlich anwesenden Rettungskräften der Feuerwehr wurde jedoch nicht notwendig. Stattdessen konnte die Familie nach fast sechsstündiger Grabung ihren Vierbeiner überglücklich wieder in Empfang nehmen.

Nach der Befreiung des Hundes stellte sich heraus, dass sich der kläglich wimmernde Vierbeiner mit seiner Leine in dem Dachsbau verheddert hatte und ohne fremde Hilfe kaum aus seiner misslichen Lage herausgekommen wäre. Dem glücklichen Ende könnte allerdings noch eine saftige Rechnung für den langwierigen Einsatz folgen.

Quelle: hhn
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