07.11.12

Wiederaufbau

Pfähle für Berliner Stadtschloss aus dem Schlamm gezogen

Die Vorbereitungen haben begonnen: Bevor der Wiederaufbau beginnen kann, werden über 3000 Pfähle aus dem Schlammboden entfernt.

Foto: dapd

Platz für das Fundament geschaffen – die rund 300 Jahre alten Holzpfähle mussten weichen
Platz für das Fundament geschaffen – die rund 300 Jahre alten Holzpfähle mussten weichen

Die Bauvorarbeiten für das Berliner Stadtschloss kommen wie geplant voran. Die ersten 300 von über 3000 Gründungspfählen auf dem Areal gegenüber der Museumsinsel sind bereits aus dem morastigen Boden gezogen worden. Erst wenn alle Pfähle entfernt sind, können die eigentlichen Wiederaufbauarbeiten für das 1950 gesprengte Hohenzollern-Schloss beginnen.

Erste Arbeiten verlaufen problemlos

Die Arbeiten konnten bisher ohne größere Schwierigkeiten durchgeführt werden. "Wir haben mit viel größeren Problemen gerechnet", sagte der Sprecher der Stiftung "Berliner Schloss – Humboldtforum", Manfred Rettig, am Mittwoch.

Grundsteinlegung für Mitte Mai 2013 geplant

Rettig zeigte sich überzeugt, dass Mitte Mai 2013 wie geplant der Grundstein für den Wiederaufbau des Schlosses gelegt werden kann. "Bis Ende des Jahres haben wir alle 3000 der gut 300 Jahre alten Holzpfähle gezogen", sagte der Sprecher. Parallel liefen schon die Arbeiten für den Austausch des schlammigen Erdreichs und den Einzug der doppelten Bodenplatten, auf denen das Schloss später aufgebaut wird.

Die Rekonstruktion des Berliner Schlosses ist nach dem aktuellen Zeitplan ist für 2019 vorgesehen. Innen soll ein internationales Forum der Kunst, Kultur und Wissenschaft für einen Dialog der Weltkulturen entstehen. Das Forum will vor allem Bildung und Begegnung für ein internationales Publikum in den Mittelpunkt stellen und ein gemischtes Programm aus Ausstellungen, Lesungen, Theater, Film und Musik anbieten. Die äußere Fassade des Schlosses soll wie ursprünglich im barocken Stil erbaut werden, im Innern setzt das neue Humboldtforum indes auf ein modernes Design. Das Stadtschloss war 1950 aufgrund von schweren Kriegsschäden gesprengt worden.

Quelle: dpa/jpa
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