18.10.12

Opfer von Gewalt

Verein "Berliner helfen" unterstützt Familie von Jonny K.

Der 20-Jährige war am Alexanderplatz zu Tode geprügelt worden. Die Berliner können seiner Familie helfen.

Foto: dapd

Mehrere Jugendliche hatten im Oktober 2012 einem 20-Jährigen in Berlin-Mitte immer wieder gegen den Kopf getreten. Das Opfer starb wenig später in einem Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.

18 Bilder

Jonny K. war am vergangenen Sonntag gegen 4 Uhr in Berlin-Mitte an der Rathausstraße von sieben Unbekannten angegriffen worden. Sie schlugen und traten sie auf ihn ein und hörten auch nicht auf, als er schon am Boden lag.

Einen Tag später starb der 20-Jährige an seinen schweren Kopfverletzungen.

In Berlin herrscht Fassungslosigkeit über die unglaubliche Brutalität der Angreifer. Trauernde versammelten sich am Ort des Verbrechens am Berliner Alexanderplatz, legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. In einem Kondolenzbuch, das in der Marienkirche ausliegt, drückten viele ihr Mitgefühl für die Angehörigen von Jonny K. aus.

Um der Familie des Opfers zu helfen, wird der Verein Berliner helfen e.V. aktiv. In Kooperation mit dem Bestattungsinstitut Grieneisen will er die Kosten für die Beerdigung von Jonny K. übernehmen.

Seine 28 Jahre alte Schwester wünscht sich dazu eine Trauerfeier, bei der alle Freunde ihres Bruders Abschied nehmen können. Und einen Grabstein, der an ihn erinnert.

Wer die Familie unterstützen möchte, kann spenden an: Berliner helfen e.V.

Stichwort "Jonny"

Bank für Sozialwirtschaft

Konto 55

BLZ 100 205 00

Berliner helfen e.V. wurde im Jahr 2000 auf Initiative der Berliner Morgenpost gegründet. Der Verein unterstützt anerkannt förderungswürdige Institutionen und Initiativen der Jugend- und Altenhilfe und der Wohlfahrtspflege.

Finanzielle Hilfe wird auch Menschen gewährt, die durch einen Unfall, ein Verbrechen oder eine Brandkatastrophe unverschuldet in Not geraten sind.

Berliner helfen e.V. unterstützt ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement in den sozialen Brennpunkten der Stadt, fördert Kinder- und Jugendbetreuungseinrichtungen wie das Jonas Haus in Staaken, das Kinderheim Sonnenhof in Spandau oder das Netzwerk Schülerhilfe in Neukölln. Der Verein im Internet: www.berliner-helfen.de und bei Facebook

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Trauer und Suche nach Zeugen
  • Kondolenzbuch:

    Nach dem tödlichen Angriff auf einen Berliner am Alexanderplatz können sich Bürger, Verwandte und Freunde des 20 Jahre alten Opfers in ein Kondolenzbuch eintragen. Die nahe dem Tatort gelegene St. Marienkirche lade jeden dazu ein, seiner Trauer und Anteilnahme Ausdruck zu verleihen, so eine Sprecherin der Gemeinde. Das Gotteshaus sei täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

  • Belohnung:

    Nach der tödlichen Prügelattacke am Alexanderplatz hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von bis zu 15.000 Euro zur Ergreifung der Täter ausgesetzt. Gegen sieben Verdächtige werde wegen Mordes ermittelt. Die Täter seien auf der Flucht. Das teilte der Leiter der Staatsanwaltschaft, Andreas Behm, am Dienstag mit. Das Opfer verstarb am Montag im Krankenhaus an Blutungen im Gehirn. Das ergab die Obduktion, wie Oberstaatsanwalt Michael von Hagen mitteilte. Zeugen des Vorfalls am Alexanderplatz in Mitte können sich unter der Telefonnummer 030/46.64.91.11.01 an die Berliner Mordkommission wenden.

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