Stille Straße

Nach 111 Tagen Besetzung steht Seniorentreff vor Rettung

Sieben Rentner halten die Freizeitstätte seit Juni besetzt. Jetzt bahnt sich eine Lösung im Streit um den Treff in Berlin-Pankow an.

Foto: Markus Heine / DPA

Für die von Senioren besetzte Freizeitstätte in der Stillen Straße in Pankow bahnt sich möglicherweise eine Lösung an. Die Fraktionen von SPD und Grünen haben einen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingebracht, der eine Nutzung des Grundstückes durch den Sozialverband Volkssolidarität vorsieht, wie der Pankower Grünen-Fraktionsvorsitzende Cornelius Bechtler am Mittwoch sagte.

Die seit 111 Tagen andauernde Besetzung des Treffs hatte bundesweit Schlagzeilen ausgelöst. Die Volkssolidarität hatte als einziger Verband Interesse an einer Übernahme der vom Bezirk zur Schließung vorgesehenen Institution bekundet. Die Volkssolidarität begrüßte die Initiative. Gehe der Beschluss durch, könne man Gutachten für Sanierung, Erbbaupacht und Betrieb einholen, so deren Landesvorsitzende und frühere Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke).

Demnach würde – unter Beteiligung der Senioren – bis Ende des Jahres ein einjähriger Mietvertrag über die soziale Nutzung des Grundstückes mit der Volkssolidarität abgeschlossen werden, heißt es in dem Antrag. Bis Ende 2013 solle es dann einen Erbbaurechtsvertrag geben.

SPD und Grüne haben in der BVV eine Mehrheit, Grünen-Fraktionsvorsitzender Bechtler rechnete zudem damit, dass weitere Abgeordnete aus anderen Fraktionen dem Vorhaben zustimmen werden. "Diese Chance muss genutzt werden. Wir wollen das Angebot erhalten", sagte Bechtler.

Das Bezirksamt wollte die sanierungsbedürftige Stätte, die seit Anfang Juni von sieben Rentnern besetzt wird, eigentlich aus Geldmangel aufgeben.

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