30.09.12

Magen-Darm-Grippe

Der Höhepunkt der Krankheitswelle scheint erreicht

Entwarnung der Behörden: Die Zahlen der Krankmeldungen sind rückläufig, die Epidemie scheint abzuklingen. Jetzt ermittelt die "Task Force".

Foto: dpa

Die ersten Behörden geben Entwarnung nach der Krankheitswelle in Ostdeutschland. Eine „Task Force“ soll nun den Auslöser der massenhaften Erkrankungen finden
Die ersten Behörden geben Entwarnung nach der Krankheitswelle in Ostdeutschland. Eine "Task Force" soll nun den Auslöser der massenhaften Erkrankungen finden

Experten aus Bund und Ländern suchen mit Hochdruck nach dem Auslöser der massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen im Osten Deutschlands. Die Fachleute der "Task Force" von Bund und Ländern kamen auch am Sonntag im Berliner Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz zusammen. Dies sagte am Vormittag ein Sprecher des Bundesministeriums für Verbraucherschutz.

Die Experten werten Speisepläne aus Kantinen, Essensproben, Lieferwege und Laborergebnisse aus. In Sachsen und Thüringen wurde in einzelnen Fällen das hochansteckende Norovirus für den Brechdurchfall nachgewiesen.

8365 Erkrankungen in Ostdeutschland

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) waren bis Sonnabendnachmittag 8365 Erkrankungen in 342 Einrichtungen in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bekannt. Betroffen sind Schüler, Kindergartenkinder und auch einige Lehrer. Der Höhepunkt der Erkrankungswelle scheint nach Einschätzung des Ministeriums und der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit überschritten. Die meisten Erkrankungen seien Mitte vergangener Woche gemeldet worden. Freitagnachmittag sei die Zahl der Nachmeldungen schon rückläufig gewesen

Nur sehr wenige der Betroffenen kamen in Kliniken, in Berlin nach Angaben einer Sprecherin der Senatsverwaltung nur drei. An diesem Sonntag werden keine eventuellen Neuerkrankungen erfasst. Die Behörden sind geschlossen, in Berlin und Brandenburg haben zudem die Herbstferien begonnen.

Keine neuen Fälle in Brandenburg

In Brandenburg sind seit Sonnabend keine neuen Fälle von Magen-Darm-Erkrankungen gemeldet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in Potsdam mit. Bisher sind im Land Brandenburg nach Behördenangaben 2415 Kinder und Jugendliche an dem Brechdurchfall erkrankt. Die Verläufe seien mehrheitlich leicht, weitere Kinder hätten aus Kliniken entlassen werden können.

Die Ursache für die Krankheit ist laut Ministerium noch nicht bekannt. Es werde ermittelt, "ob es sich um eine virale oder bakterielle Erkrankung handelt oder ob möglicherweise ein bakterieller Giftstoff (Toxin) die Ursache" sei, hieß es.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Berlin waren bis Sonnabendnachmittag 8365 Erkrankungen in 342 Einrichtungen in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bekannt. Betroffen sind Schüler, Kindergartenkinder und auch einige Lehrer. Der Höhepunkt der Erkrankungswelle scheint nach Einschätzung von Experten aber überschritten.

Senatsverwaltung weist Vorwürfe zurück

Derweil hat die Senatsverwaltung für Bildung Vorwürfe zurückgewiesen, nach Bekanntwerden der Epidemie nicht rechtzeitig informiert zu haben. Nach Angaben von Sprecher Thorsten Metter wurden die Schulen und Kitas am Freitag darüber informiert, dass möglicherweise Erreger über das Schulessen verbreitet wurden.

Obwohl die Ursache noch nicht geklärt sei, habe man den Kitas und Schulen, die das Essen von dem in Verdacht geratenen Caterer Sodexo beziehen, empfohlen keine Essen auszugeben. Zudem habe es am Freitag eine Abstimmung mit den Bezirken gegeben. Weitere Informationen sollen die Schulen am Montag erhalten. Denn in einigen Einrichtungen gibt es eine Ferienbetreuung.

Nach Bekanntwerden der Brech- und Durchfallepidemie hatten sich viele Eltern, Schüler und Lehrer darüber beklagt, dass sie von den Behörden und Einrichtungen nicht ausreichend informiert wurden. Bisher ist auch unklar, ob die Schulen, in denen die Krankheitsfälle auftraten, desinfiziert werden müssen. In einigen Bezirken, wie in Charlottenburg-Wilmersdorf, wurde damit begonnen.

Quelle: dpa/BMO
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams
US President Barack Obama, left, is welcomed by German Chancellor Angela Merkel, right, at the chancellery in Berlin, Germany, Wednesday, June 19, 2013. On the second day of his visit to Germany Obama met with German President Joachim Gauck and Chancellor Merkel before delivering a speech at Brandenburg Gate. (AP Photo/Michael Sohn)
Aktualisiert vor 5 MinutenLiveblog
Obama in Berlin – US-Präsident zu Gast bei Kanzlerin Merkel

US-Präsident Barack Obama, Ehefrau Michelle und die Töchter Sasha und Malia sind in Berlin. Ihre Nacht im Hotel Ritz-Carlton ist vorbei. Nun hat ein Tag voller Termine begonnen. Der Liveblog. mehr...

U.S. first lady Michelle Obama and her daughters Sasha and Malia place flowers as they visit the Berlin Wall memorial in Bernauer Strasse in Berlin
Aktualisiert vor 20 MinutenFirst Lady
Michelle Obama in Berlin - Besuch an Mauer und Todesstreifen

Michelle Obama absolviert mit den beiden Töchtern zum Teil ein eigenes Programm. Dabei könnte es einige Überraschungen geben. Der Liveblog. mehr...


Absperrungen in Berlin
06:42Straßensperrungen
Die Verkehrslage in Berlin während des Obama-Besuchs

Straßen sind gesperrt, Busse werden umgeleitet, Bahnen fahren eingeschränkt: Berlin ist wegen des Staatsbesuches von Barack Obama im Ausnahmezustand. Eine Zusammenfassung der Verkehrseinschränkungen. mehr...


Eine alte und eine neue Fassade in Prenzlauer Berg
09:00Betrug
Berliner Polizei nimmt Händler von "Schrottimmobilien" fest

Ein 41-Jähriger aus Kreuzberg soll in 29 Fällen unerfahrenen Interessenten minderwertige Immobilien verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Schaden von mindestens 1,6 Millionen Euro aus. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
Top-Thema

Aus dem Bett ihrer Suite im „Ritz-Carlton“ kann das Präsidentenpaar auf den Potsdamer Platz schauen
Obamas Hotel in Berlin

Hier übernachtet die First Familiy

Video Nachrichten mehr
US-Präsident Barack Obama – Absperrungen und Hitze in Berlin
Deutschland-Besuch Familie Obama zu Gast in Berlin
Berlin-Besuch Obama von Bundespräsident Gauck empfangen
Berlin US-Präsident Obama erreicht das Ritz-Carlton
 
tb_airberlin.gif
airberlin - Destination…

airberlin baut die Verbindungen nach Polen aus. Erfahren…mehr

Top Bildershows mehr
US-Präsident

Barack Obama und sein Tag in Berlin

Eigenes Programm

First Lady Michelle Obama in Berlin

First Lady

Das ist die Stilikone Michelle Obama

Staatsbesuch

Von Kennedy bis Bush – US-Präsidenten in Berlin

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote