27.09.2012, 10:14

September-Zahlen Arbeitslosigkeit sinkt weiter - Berlin bleibt Schlusslicht

Foto: Theo Heimann / dapd

Im September waren 207.914 Menschen in Berlin arbeitslos gemeldet. Das waren 6882 Erwerbslose weniger als im August.

Wie in ganz Deutschland geht auch in Berlin die Arbeitslosigkeit weiter zurück. Die Bundeshauptstadt blieb aber im September mit einer Quote von 11,8 Prozent das Schlusslicht unter den Bundesländern.

Die Zahl der Arbeitslosen lag bei 207.914, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Das waren 6882 Erwerbslose weniger als im August und 12.558 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozentpunkte und verglichen mit September 2011 um 0,9 Prozentpunkte.

"Die wirtschaftliche Entwicklung in Berlin ist weiterhin gut. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt um mehr als 40.000 Personen über dem Vorjahreswert", berichtete der Chef der Regionaldirektion, Dieter Wagon. Am meisten hätten Jugendliche unter 20 Jahren profitiert, deren Arbeitslosigkeit innerhalb eines Monats von 19,2 auf 17,5 Prozent sank.

Seit Jahresbeginn seien fast 60.000 neue offene Stellen gemeldet worden, ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum, sagte Wagon. Im September waren der Arbeitsagentur 18.204 offene Stellen gemeldet, das waren 2394 mehr als vor einem Jahr.

Weniger Arbeitslose auch in Brandenburg

Auch in Brandenburg ist die Zahl der Arbeitslosen im September erneut gesunken. Landesweit waren 125.633 Menschen erwerbslos gemeldet. Das waren 4813 weniger als im August und 7172 weniger als ein Jahr zuvor.

Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 9,9 Prozent gelegen. "Vor allem arbeitslose Jugendliche unter 20 Jahren konnten ihre Chancen nutzen", sagte Wagon. Bei ihnen sei die Arbeitslosigkeit um fast 20 Prozent gesunken.

Geringere Chancen auf einen neuen Job

Die Chancen von Arbeitslosen auf einen neuen Job werden nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) geringer. "Ich sehe auch, dass es für Arbeitslose schwieriger geworden ist, eine Beschäftigung zu finden", sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise am Donnerstag in Nürnberg.

"Bisher war der Arbeitsmarkt sehr aufnahmefähig. Das ändert sich jetzt." Zur Begründung verwies Weise auf den abgeschwächten Jobaufschwung. Andererseits sei die Gefahr, eine Arbeit zu verlieren, weiterhin sehr gering. Derzeit träfe ein Jobverlust lediglich 9 von 1000 Beschäftigten.

"Dieses Risiko hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert", unterstrich Weise. Der Arbeitsmarkt spüre derzeit zwar das schwächere Wirtschaftswachstum. Insgesamt sei die Lage aber stabil.

(dpa/bee)
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