07.09.12

Tempelhof

Party auf dem Rollfeld - 20.000 feiern das Berlin Festival

Auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof steigt eines der größten Pop- und Indie-Spektakel. Kann Berlin mehr als Minimal-Techno?

Foto: DPA
Berlin Festival
Trotz des grauen Himmels feiern am Freitag Tausende Besucher auf dem Berlin Festival

Tanzen auf dem Rollfeld: Der ehemalige Flughafen Tempelhof hat sich am Freitag in ein imposantes Festivalgelände verwandelt. Zum Auftakt des Berlin Festivals 2012 kamen Musikfans aus ganz Deutschland, um in historischer Kulisse ihre Lieblingsbands zu feiern. Insgesamt werden zu dem zweitägigen Spektakel mehr als 20.000 Gäste erwartet.

Auf dem Spielplan stehen bekannte Bands wie Tocotronic, The Killers oder Franz Ferdinand. Auch der Berliner Lokalmatador Paul Kalkbrenner und Hitparaden-Stürmer Cro haben sich angekündigt. Die Veranstalter versprechen "zwei Tage wundervollen Musikgenusses". Das Festival ist fast ausverkauft, vereinzelt sind noch Tagestickets erhältlich.

In Hangar 4 spielten zum Auftakt Brandt Brauer Frick. Das Ensemble macht Techno-Klänge mit Piano, Geige, Posaune und anderen Instrumenten aus der klassischen Musik. Auch sonst ist das Programm mit einer Mischung aus Stars und Newcomern bunt. Man setze bewusst auf "Vielfalt und Gegensätze", sagte Veranstalter Conny Opper.

Oopper ist ein Urgestein der Berliner Clubszene

Oopper – blaues Jackett, weiße Sneaker – ist ein Urgestein der Berliner Clubszene. Mit Rio oder Scala managte er einige Adressen mit besonders hohem Glamour-Faktor. Das Berlin Festival stellte der 39-Jährige 2005 auf die Beine, in der brandenburgischen Provinz. 2009 zog das Event nach Tempelhof um und hat sich nach Meinung von Opper zum "urbanen Festival" schlechthin gemausert" "Wir müssen nicht unbescheiden sein: Es ist das interessanteste Booking in Deutschland", meinte Opper. Der Maßstab werde international angelegt.

Vor allem ist das Festival in Tempelhof ein Kontrastprogramm zum Minimal Techno, der den "Sound of Berlin" seit Jahren dominiert. Die "Minimalpest" sei vor gut zehn Jahren in die Hauptstadt gekommen, schreibt das Szenemagazin "De:Bug" in seiner Jubiläumsausgabe. "Unverdünnte Langeweile zu vershuffelt ausgebremsten Rhythmen." Die Touristen lockt trotzdem immer noch vor allem Techno an.

"Das Programm ist recht übersichtlich"

Die musikalische Palette in Tempelhof ist bunter, sie reicht von Electro über Indierock bis hin zu Folk. Allerdings sind einige "Newcomer" womöglich auch Lückenfüller, die großen Stars in der Minderheit. Das Programm sei doch recht "übersichtlich", findet ein Gast.

Dafür gibt es auf dem Rollfeld ein weitläufiges Begleitprogramm. Gäste können das "Art Village" besuchen oder Autoscooter fahren. Zu essen gibt es Burritos, Burger oder vegane Currywurst. Die Konzerte enden jeweils um Mitternacht. Danach können Nachtschwärmer mit Shuttlebussen zum Club Xberg am Spreeufer fahren und weiterfeiern. Dem Vernehmen nach soll dann wieder Techno dominieren.

Quelle: dpa/alu
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