Offenes Fenster
Unbekannter zündet in Berlin Wohnung an
Ein Ehepaar wurde in Berlin-Lichterfelde bei einem Feuer verletzt. Ein Unbekannter hatte brennende Prospekte durch das Fenster geworfen.
Das Berliner Landeskriminalamt (LKA) ermittelt in einem Fall von schwerer Brandstiftung: Ein bislang Unbekannter hatte in der Nacht zu Dienstag in Lichterfelde brennende Reklameprospekte durch das geöffnete Schlafzimmerfenster einer Wohnung am Johanna-Spyri-Weg geworfen. Zwei Menschen wurden durch das Feuer verletzt, ein Mann liegt mit schweren Brandwunden im Krankenhaus.
Gegen 0.10 Uhr hatte in dem Raum plötzlich ein Vorhang in Flammen gestanden, in dem zu diesem Zeitpunkt die 50 Jahre alte Mieterin Linda F. geschlafen hatte. Nach Informationen von Morgenpost Online haben die Eheleute ihr Leben einem Brandmelder zu verdanken, der erst vor wenigen Tagen in der Wohnung installiert worden war und auf den Qualm reagierte. Der 68 Jahre alte Ehemann Hans Jürgen F. riss dadurch aufgeschreckt die Gardine zu Boden und löschte das Feuer kurzfristig, seine Frau brachte zeitgleich den Hund in einen anderen Raum.
Die inzwischen alarmierte Feuerwehr erreichte den Einsatzort wenig später und bekämpfte den Brand. Rettungssanitäter untersuchten das Ehepaar. Der Mann hatte sich beim Löschversuch schwere Verbrennungen an den Händen zugezogen und wurde von der Feuerwehr in ein nahe gelegenes Krankenhaus transportiert. Die Ärzte dort ordneten eine stationäre Behandlung an. Seine 50-jährige Frau erlitt leichte Brandverletzungen am Bein, sie konnte nach einer ambulanten Behandlung entlassen werden.
Die Hintergründe für die Brandstiftung sind noch unklar. Einem Ermittler zufolge geht man beim Landeskriminalamt zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht von einer geplanten Tat aus, vielmehr hat offenbar ein Fußgänger spontan das Werbematerial angesteckt und in die Wohnung geschleudert. "Das war kein Dummer-Jungen-Streich, diese beiden Menschen hätten ersticken oder verbrennen können", sagte ein Ermittler.
Hinweise von Zeugen zu der Tat nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.















