Sensation
Spuren des ältesten Hauses Berlins von entdeckt
Archäologen haben in Berlin Überreste eines 838 Jahre alten Schweins gefunden - in dem kürzlich entdeckten ältesten Haus von Alt-Berlin.
Das Mittelalter ist unter uns – der Slogan der Denkmalpfleger klingt launig, hat aber durchaus seine Berechtigung und jetzt auch noch einen weiteren Beleg. So fanden Archäologen bei aktuellen Grabungen in Mitte an der Stralauer Straße Ecke Klosterstraße Spuren des bislang ältesten Hauses von Alt-Berlin, das aus der Zeit um 1174 stammt. Anlass für einen Vorort-Termin am Fundort, zumal just an diesem Wochenende die 775-Jahrfeier von Berlin gefeiert wird.
Neben Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Landeskonservator Jörg Haspel und Landesarchäologe Matthias Wemhoff stand unter anderen natürlich auch Grabungsleiter René Bräunig vor der Grube. Der Archäologe erläuterte die Sensation: "Wir haben ein gefundenes Stück Holzbalken im Deutschen Archäologischen Institut untersuchen lassen. Der Eichenbalken stammt mindestens von 1174, möglicherweise war das niedergebrannte Fachwerkhaus sogar noch älter."
Neben den Holzteilen legten die Archäologen auch Skelettreste eines Hausschweins frei. Da dem Tierfund Hinterläufe fehlen, gehen die Archäologen davon aus, dass das Schwein bereits geschlachtet und der Fundort möglicherweise eine Küche war. Nächste Woche wird der Fund in einem Stück ausgehoben und zur Konservierung in die Werkstatt des Museums für Vor- und Frühgeschichte transportiert. Auf dem Grundstück beginnt die KapHag im November mit den Bauarbeiten für ein 2- bis 3-Sterne-Hotel. KapHag-Geschäftsführer Hans Jürgen Tiemann bot an, "in einer Vitrine in der Hotellobby das, was gewünscht ist, auszustellen".















