Schutzgelderpressung
Berliner "Streetfighter"-Bande verprügelt Mann in Pankow
Sie sollen in Kontakt zu den Hells Angels stehen und fallen vor allem durch Gewalt auf. Nun hat die Gang einen Mann brutal verprügelt.
Möglicherweise wegen Schutzgelderpressung haben Mitglieder der berüchtigten "Streetfighter"-Bande einen Café-Besucher in Berlin-Pankow verprügelt. Vier Schläger griffen den 20-Jährigen am Mittwochabend brutal an, als er in einem Lokal saß, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Als der Mann zu Boden ging, traten die Täter auf ihn ein. Erst als eine Zeugin die Polizei alarmierte, flüchteten die 18 bis 53 Jahre alten Männer. Die Gruppe versteht sich als eine Art Rockerbande ohne Motorräder und ist der Polizei wegen etlicher Straftaten bekannt.
Beamte durchsuchten später am Abend das "Streetfighter"-Clubhaus in der Schererstraße. Dabei fanden die Polizisten zwar Hieb- und Stichwaffen – nicht aber die namentlich bekannten Angreifer. Ein Fachkommissariat prüft, ob die Bande Geld von dem 20-Jährigen gefordert hatte. Es laufen Ermittlungen unter anderem wegen versuchter räuberischer Erpressung.
Die Gruppe tritt seit Mitte des vergangenen Jahres verstärkt durch Straftaten in Erscheinung. Daraufhin wurde bei der Polizei eine Arbeitsgruppe gegründet, um die 15 bis 20 Männer mit ausländischen Wurzeln im Auge zu behalten.
Die "Streetfighter" sollen Kontakte zu den Hells Angels haben - etwa zum Anführer der Ende Mai verbotenen Gruppe MC Berlin City. Wohl wegen Revierstreitigkeiten kam es zwischen den Banden jedoch mehrfach zu kleineren Auseinandersetzungen.













