Gerhard Anger
Ex-Chef der Berliner Piraten kündigt Comeback an
Nach scharfer Kritik an seiner Partei und einem überraschenden Rücktritt wird Gerhard Anger nun erneut für den Landesvorstand kandidieren.
Nach seinem überraschenden Abgang als Chef der Berliner Piratenpartei will Gerhard Anger erneut für den Landesvorstand kandidieren. Er werde sich auf dem Parteitag Mitte September zur Wahl stellen, sagte Anger am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht von "Spiegel Online". Er begründete seinen Schritt unter anderem damit, dass er den Wahlkampf seiner Partei zur Bundestagswahl im kommenden Jahr mit organisieren und "Erfahrungen einbringen" wolle. Unter Anger waren die Piraten im vergangenen Jahr erstmals in ein Landesparlament eingezogen.
Auf einem Landesparteitag vor gut sechs Monaten hatte der 36-Jährige überraschend seine Kandidatur zurückgezogen. Als Grund nannte er den "enormen Druck", der auf dem Amt des Landesvorsitzenden laste. Dem könne er nicht mehr standhalten, sagte er damals.
Seit seinem Rücktritt kritisierte Anger mehrfach seine Partei. "Wer etwas verändern will, darf nicht nur schimpfen", erklärte Anger. "Jetzt will ich selber wieder anpacken." Allerdings bedeute die Ankündigung einer Kandidatur nicht, "dass man am Ende gewählt wird".
















