12.08.12

Friedrichsfelde

Gasexplosion in Berlin - Verschütteter Mann gerettet

Ein Wohnhaus in Berlin-Friedrichsfelde ist am Sonntag teilweise eingestürzt. Rettungskräfte konnten eine Person aus den Trümmern bergen.

Foto: DPA
Schwere Gasexplosion in Berlin
Bei einer Gasexplosion wurde am Sonntag in Berlin ein Haus zerstört. Eine Person wurde von den Trümmern verschüttet, er konnte geborgen werden

Bei einer schweren Gasexplosion in einem Wohnhaus in Berlin-Alt-Friedrichsfelde hat die Feuerwehr am Sonntagnachmittag einen verschütteten Mann gerettet. Der über 50-Jährige habe zunächst begraben unter den Trümmern im Hinterhaus gelegen, teilte die Feuerwehr mit. Der Mann erlitt schwere Brandverletzungen und Knochenbrüche, schwebe aber nicht in Lebensgefahr, sagte eine Sprecher der Feuerwehr am Abend in der RBB-"Abendschau". Das Opfer wurde in eine Krankenhaus gebracht.

Zuvor hatte es vom Lagedienst der Feuerwehr geheißen, der Mann sei bei seiner Rettung ansprechbar gewesen. Er habe den Rettungskräften mitteilen können, dass er zum Zeitpunkt des Unglücks allein in dem Haus gewesen sei. Bewohner des Vorderhauses sollten woanders übernachten.

Über die Ursache der Gasexplosion ist noch nichts bekannt. Der geborgene Mann hielt sich zum Zeitpunkt der Explosion allein in dem Quergebäude auf. Was das Opfer in dem Haus gemacht habe, sei noch unbekannt. Ob er die Explosion ausgelöst habe, sei ebenfalls unklar. Am Unglücksort wurden Gerüchte laut, es könnte sich auch um einen Selbstmordversuch gehandelt haben.

Ermittler erklärten gegenüber Morgenpost Online, es liege die Vermutung nahe, dass die Gastherme des Wohnhauses manipuliert gewesen sei. Diese Manipulation könnte zur Gasexplosion geführt haben.

Die Wucht der Explosion im 3. und 4. Stock des Quergebäudes riss eine riesige Lücke in die Fassade. Zahlreiche Fensterscheiben flogen heraus oder gingen zu Bruch. Nach Einschätzung der Feuerwehr hätte eine Explosion im Erdgeschoss noch fatalere Folgen gehabt, weil die Statik des Gebäudes stärker gefärdet worden wäre. Nach Angaben der Polizei wird ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes die Ursache der Explosion ermitteln. Zuvor müsse aber ein Statiker bestätigen, dass das Haus nicht einsturzgefährdet sei.

Quelle: BMO/dpa
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