08.08.12

Solidaritätsaktion

Sängerin Peaches dreht in Berlin Video für Pussy Riot

Rund 400 Menschen haben am Berliner Mauerpark gemeinsam mit der Sängerin Peaches ein Musikvideo für die Band Pussy Riot gedreht.

Foto: BMO
Etwa 400 Menschen haben am Mittwoch mit der kanadischen Sängerin Peaches ein Solidaritätsvideo für die russische Band Pussy Riot gedreht
Etwa 400 Menschen haben am Mittwoch mit der kanadischen Sängerin Peaches ein Solidaritätsvideo für die russische Band Pussy Riot gedreht

Es ist eine Mischung aus Fasching und Loveparade, die am späten Dienstagnachmittag um 17 Uhr die Aufmerksamkeit von Anwohnern und Passanten im Prenzlauer Berg erregt. Eine Frau mit orangen Haaren zieht sich den knallblauen Lippenstift nach, ein dunkelhäutiger Mann klimpert beim Sprechen mit den falschen Wimpern und rückt seinen Glitzer-BH zurecht: Vor dem Glory Whole Café in der Oderberger Straße 13 ist der Treffpunkt für ein Protestvideo zum Pussy-Riot-Prozess der Electropop-Sängerin Peaches.

Kommt als "your bad self" gekleidet, lautete der Aufruf, den die Sängerin über ihre Homepage verbreitete. Es solle tanzend, hüpfend, lachend und "Free Pussy Riot Schilder schwenkend" durch die Gegend rund um den Mauerpark gezogen werden.

Die Inhaftierung der drei 22- bis 30-jährigen Frauen war Anlass für internationale Solidaritätsbekundungen. Neben Peaches unterstützt unter anderen auch Madonna die Punkbank.

Julia (25), Elen (26) und Lydia (22) haben über die Homepage der Sängerin vom Videodreh erfahren. Für sie stand sofort fest, mitzumachen – vor allem deshalb, weil sie riesige Fans der Wahlberlinerin sind.

Entspannt sitzen sie zwischen den rund 400 jungen Leuten aus aller Welt, die beim Protestvideo dabei sein wollen. Dann endlich taucht Peaches auf: Die zierliche Sängerin trägt ein neongelbes Hemdchen und entschuldigt sich mit ruhiger Stimme dafür, "jetzt ein bisschen Lehrerin spielen zu müssen".

Sie verteilt neonfarbene Stoffmasken, die die Menge auf Kommando an und ausziehen soll. Jubel und Gegröle unterbindet sie energisch: "Seid bitte leise. Ich habe auch leider keine Musik dabei, das muss alles in eurem Kopf passieren."

Schließlich wird die bunte Menge zum Protestzug. Tanzend zieht sie – wie geplant – mit Protestschildern zum Mauerpark. Unterwegs schließen sich noch weitere Passanten dem Zug an. Selbst ein alter Herr, der Peaches bisher nicht kannte, tappt von der gelösten Stimmung gepackt ein paar Schritte mit. Das Video soll bis zum kommenden Montag geschnitten werden und im Netz zu sehen sein.

Quelle: fkn
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Mit der S-Bahn kommen die Berliner am Wochenende vielerorts nur im Schneckentempo voran
18:09Berliner Nahverkehr
Hälfte aller S-Bahn-Linien am Wochenende eingeschränkt

Auch an diesem Wochenende wird an vielen Berliner Bahnstrecken kräftig gebaut. Besonders betroffen sind die Fahrgäste der S-Bahn. Auf sieben Linien fahren bis Montagfrüh Pendelzüge oder Busse. mehr...


Schon 2012 lockte der „Summer Rave“ viele junge Berliner in die Hangars des stillgelegten Flughafens Tempelhof
18:48Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Sonnabend

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Sonna, den 25. Mai. mehr...


„The Rock“: Wowereit zeigte nicht die geringsten Anzeichen dafür, dass ihn die Fragen vielleicht ermüdeten
19:55Hauptstadtflughafen
Wowereit lässt sich im BER-Ausschuss nicht fassen

Berlins Regierender Bürgermeister musste sich dem BER-Untersuchungsausschusses stellen. Dabei zeigte er sich gelassen - und hatte auf alles ein Antwort. Eine persönliche Verantwortung wies er zurück. mehr...

Typhoon escorts plane into Stansted
18:52Britischer Luftraum
Kampfjet leitet Flugzeug um – Zwei Festnahmen

Dramatischer Zwischenfall in Großbritannien: Ein Kampfjet hat ein pakistanisches Flugzeug mit 297 Menschen an Bord umgeleitet. Zwei Männer wurden wegen Gefährdung des Luftverkehrs festgenommen. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Krawalle Wieder Ausschreitungen in Stockholm
Washington Brücke in USA eingestürzt
Grundsatzrede Obama will strengere Regeln für Drohnenangriffe
Queen of Soul Aretha Franklin braucht eine kleine Auszeit
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Finale in London

Das tippen die Berliner Fans von Bayern und BVB

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote