04.08.12

Zoo

Berlins kranken Löwen Aru und Aketi geht es besser

Das kranke Löwen-Paar im Berliner Zoo ist scheinbar auf dem Weg der Besserung. Aru und Aketi sind aber noch nicht über den Berg.

Foto: DAPD
Raetselraten um Erkrankung von zwei Loewen im Berliner Zoo
Löwe Aru sitzt im Zoo in Berlin in seinem Gehege. Er sowie Raubkatze Aketi litten vor einigen Tagen unter Magenkrämpfen. Mittlerweile gehe es den beiden Löwen besser

Berlins Tierfreunde können aufatmen. Das kranke Löwen-Paar im Berliner Zoo ist scheinbar auf dem Weg der Besserung. "Aru und Aketi sind zwar noch ziemlich schlapp, aber es geht ihnen schon deutlich besser als am Freitag", sagte Zoo-Biologe Ragnar Kühne. Beide Löwen hätten getrunken und mindestens eines der beiden Tiere habe auch gefressen. "Das ist ein gutes Zeichen."

Wie am Freitag bekannt geworden war, leiden der Löwe Aru und seine Schwester Aketi – beide sind im Oktober 2007 im Berliner Zoo geboren worden – seit Tagen unter Atemnot und schweren Magenkrämpfen. Es besteht der Verdacht, dass die Tiere vergiftet wurden. Die genaue Ursache für die schwere Erkrankung ist nach Kühnes Worten jedoch weiterhin unklar: "Wir tappen völlig im Dunkeln." Es könne sich um eine Infektion handeln. Die Tiere könnten aber auch etwas Falsches gefressen haben. Auf jeden Fall habe man Aru und Aketi mit einem Breitband-Medikament behandelt.

Zoosprecherin Claudia Bienek bestätigte, dass es den Löwen, die eine Woche lang nicht gefressen und kaum getrunken hatten, inzwischen besser geht. Angesichts der schweren Erkrankung der beiden Raubtiere appellierte sie erneut an die Zoobesucher, vernünftig zu sein und die Tiere nicht zu füttern. "Es geht um die Sicherheit der Tiere. Jedes von ihnen hat einen Speiseplan, der exakt auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Selbst eine gut gemeinte Fütterung würde diesen Plan durcheinander bringen." Schlimme Folgen könne es auch haben, wenn Gegenstände wie Pappschachteln in die Gehege oder Becken geworfen würden, was leider ebenfalls vorkäme, so Bienek.

Probleme mit dem Löwennachwuchs stehen im Zoo momentan auf der Tagesordnung. Erst vor wenigen Tagen war das kranke Löwenkind Miron eingeschläfert worden und sein Zwillingsbruder Nathan an einen Zoo in Mittelamerika abgegeben worden. Danach gab es auch im Internet wütende Proteste. Tierschützer attackierten den Zoo unter anderem mit dem Vorwurf der Löwen-Inzucht.

Quelle: kö/dpa
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