03.08.2012, 16:47

Aru und Aketi Wenn zwei Löwen des Berliner Zoos Magenkrämpfe haben

Laut Nachrichtenagentur dpa wurden die beiden Tiere vergiftet und kämpfen ums Überleben. Doch Zoo-Direktor Blaszkiewitz gibt Entwarnung.

Drama im Berliner Zoo? Die Nachrichtenagentur dpa berichtete am Freitag von dem Verdacht, dass die beiden Löwen Aru und Aketi von Unbekannten vergiftet worden seien. "Reine Fantasie", sagte Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz auf Nachfrage von Morgenpost Online. "Tatsache ist, dass die zwei Löwen krank sind", so der Zoologe. "Beide haben sich den Magen verdorben und zwar schwer, mit Speichelfluss und Magenkrämpfen." Diese Erscheinungen seien vor vier Tagen erstmals aufgetreten. Es gehe den beiden Raubtieren besser, aber "sie sind noch nicht über den Berg." Die Erkrankung sei nach Meinung des Tierarztes durch das Futter verursacht. "Wenn es kein Infekt ist", so Blaszkiewitz, "doch das glaube ich nicht, denn die beiden anderen Löwen, Paul und Amira, sind gesund."

Allerdings hätten alle vier Raubtiere das gleiche Futter bekommen, "insofern ist es ein bisschen mysteriös." Aru und Aketi haben vom Tierarzt krampflösende Mittel bekommen. Außerdem Antibiotika, "falls es sich um einen entzündlichen Prozess handelt". Sie seien auch während der Erkrankung zu sehen gewesen, sagte Blaszkiewitz, und "waren schon wieder auf der Freianlage".

Es geben keinerlei Anhaltspunkte für eine Vergiftung, so der Zoo-Direktor. "Warum sollte jemand so etwas tun?" Die Löwen Aru und Aketi sind Geschwister. Sie wurden 2007 in Wuppertal geboren und kamen 2009 nach Berlin

Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter