18.07.12

Wetter

Kalter Sommer - Berlins Freibädern laufen die Gäste weg

Die Freibäder verzeichnen inzwischen einen deutlichen Besucherrückgang. Doch nächste Woche soll es etwas besser werden

Foto: DAPD
Wenig Besucher in Berliner Sommerbaedern
Die Berliner Freibäder wie hier an der Prinzenstraße in Kreuzberg bleiben wegen des schlechten Wetters leer

Es sind Sommerferien in Berlin. Doch sie fühlen sich an wie Herbstferien. Der Juli kommt mit grauem Himmel und viel Regen daher wie ein Oktober. Nicht nur die Textilbranche stöhnt über den verregneten und kühlen Sommer, auch die Berliner Freibäder verzeichnen einen deutlichen Besucherrückgang. Die Berliner Ferienkinder und Hauptstadt-Touristen meiden wegen der kühlen und regnerischen Witterung derzeit das Baden im Freien. So sind die Besucherzahlen in den Sommerbädern der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) eingebrochen. "Allerdings haben wir im Mai und Juni noch zehn Prozent mehr Gäste gehabt als in den gleichen Monaten des Jahres 2011", sagte der Sprecher der Bäderbetriebe, Matthias Oloew. Genaue Zahlen nannte er nicht.

Für ein paar Tage soll es in der kommenden Woche besser werden. Doch viel Hoffnung auf ein andauerndes Schwönwetterhoch können die Meteorologen nicht machen. Zum Wochenende werde es immerhin trockener und an den ersten Tagen der kommenden Woche zunächst deutlich wärmer, sagte Meteorologe Richard Löwenherz vom privaten Wetterdienst Meteogroup Deutschland am Mittwoch. Die Wahrscheinlichkeit, dass es danach aber wieder wechselhafter werde, sei hoch. Ab Mitte der Woche steige auch die Schauerneigung wieder an.

Auch 2011 hatte der Sommer zu wünschen übrig gelassen. Die landeseigenen Berliner Bäderbetriebe verzeichneten damals mit 19 Millionen Euro Umsatz und 5,6 Millionen Besuchern in den Hallen- und Freibädern das schlechteste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre. In einem Superjahr erwirtschafteten die Bäderbetriebe bis zu 23 Millionen Euro.

Auf schlechtes Wetter reagierten die BBB seit 2010 mit etwas flexibleren Regelungen, sagte der Sprecher. So blieben manche Hallenbäder bis in die Sommersaison auf und die Sommerbäder öffneten erst später im Jahr. Das sei dann auch bei Umsatz- und Besucherzahlen zu spüren.

Wasser in den Becken wird erwärmt

In den Freibädern werden dem Sprecher zufolge derzeit Becken geheizt. So werden in zwei von drei Becken des Prinzenbades in Kreuzberg auch bei kühler Witterung Wassertemperaturen zwischen 22 und 24 Grad Celsius erreicht – "auch wenn die Luft nur 15 Grad hat". Das verursache natürlich zusätzliche Kosten – selbst dann, wenn wie im Sommerbad Pankow Solarenergie eingesetzt werde.

Sollte die schlechte Witterung anhalten, wird laut Oloew auch darüber nachgedacht, Hallenbäder gegebenenfalls Mitte August wieder zu öffnen. Ein sehr warmer Spätsommer beziehungsweise Frühherbst werde aber im Gegenzug nicht dazu führen, dass alle Freibäder länger geöffnet werden. Das sei nur bei einzelnen Bädern denkbar.

Zu den Berliner Bäderbetrieben gehören 37 Hallenbäder und 26 Sommerbäder. Die Sommerbäder schließen regulär zwischen Ende August und Mitte September. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Badbetreiber Europas.

Quelle: dapd/alu
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Hochleistungssport Poledance ist mehr als ein sexy Stangentanz
Niederlande Vogelgrippe befällt weiteren Geflügelhof
Brennende Strohlager Dieser Landwirt wird von Brandstiftern gequält
Schauspielkarriere Angelina Jolie bald weg von der Leinwand?
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Österreich

Die Hängeseilbrücke "highline179"

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote