05.07.12

Berlin

Saudische Diplomaten begehen die meisten Verkehrsdelikte

Raser, Falschparker, Unfälle - Diplomaten in Berlin fallen immer häufiger negativ im Verkehr auf. Strafen müssen sie nicht befürchten.

Diplomaten aus Saudi-Arabien und Russland sind in Berlin erneut als größte Verkehrsrowdys der ausländischen Vertretungen aufgefallen. Auf der Negativliste folgen die Botschaften der USA, China, Georgien und Ägypten, wie aus der Antwort auf eine parlamentarische Antwort des CDU-Abgeordneten Peter Trapp hervorgeht.

Wegen der diplomatischen Immunität fallen Konsequenzen für rücksichtslose Fahrer aus. Bußgelder müssen nicht bezahlt werden, Strafverfahren gibt es nicht. Diplomatische oder konsularische Immunität schließe jede inländische Strafverfolgung aus, hieß es. Arabische und russische Botschaftsangehörige waren auch in den Vorjahren die mit den meisten Verkehrsverstößen.

Die Zahl der Ordnungswidrigkeiten auf den Straßen der Hauptstadt stieg im Vorjahr gegenüber 2010 sprunghaft an. Wurden 2010 noch 14.934 Verstöße bei Autos mit Diplomatenkennzeichen registriert, waren es im letzten Jahr schon 18.886 Ordnungswidrigkeiten. Gegenüber 2009 (8610 Fälle) bedeutet dies mehr als doppelt so viele Verstöße.

2008 hatten sich Diplomaten und ihre Mitarbeiter noch etwas mehr in Zurückhaltung geübt - nachdem das Auswärtige Amt alle Botschaften schriftlich zur Einhaltung der Verkehrsregeln ermahnt hatte. Nach den ansteigenden Zahlen muss das aber in Vergessenheit geraten sein.

Verwarn- und Bußgelder von mehr als einer Viertelmillion Euro (274.590 Euro) wurden verhängt - wegen der Immunität aber nicht eingetrieben. Auch diese Summe schnellte in die Höhe. 2010 wurden 156.595 Euro erfasst.

Meist ging es zwar um falsches Parken - aber es gab auch härtere Fälle. Laut Innenverwaltung waren Autos des Diplomatischen Corps und internationaler Organisationen 2011 in 54 Verkehrsunfälle in Berlin verwickelt. Bei 20 dieser Unfälle wurden Menschen verletzt. Doch damit nicht genug: 32 Mal sollen die Fahrer vom Unfallort geflüchtet sein.

Insgesamt sind in Berlin laut Innenverwaltung 2874 Fahrzeuge (Stand 22. Mai 2011) auf Botschaften und deren Mitarbeiter zugelassen.

Quelle: dpa/mim
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Rechtsanspruch: Bis 2017 müssen insgesamt 11.000 Betreuungsplätze geschaffen werden
07:20Erfolgloses Konzept
"Ein-Euro"-Kitas werden wieder abgeschafft

Viele Berliner Kitas müssen dringend saniert werden, den Bezirken fehlt jedoch das Geld. Das zur Lösung des Problems geplante Ein-Euro-Programm wird nun beendet - der Senat hält es für gescheitert. mehr...


Im Friedrichstadt-Palast wird das Programm für den Gay Pride Month vorgestellt
21.05.13Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Mittwoch

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Mittwoch, den 22. Mai. mehr...


Bei den Lohnverhandlungen gab es eine Einigung bei den BVG
09:05Lohnverhandlungen
Einigung im Tarifstreit bei den BVG - Streikgefahr abgewendet

Am frühen Mittwochvormittag gab es einen Kompromiss in den festgefahrenen Tarifverhandlungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben. Damit sind mögliche Streiks im öffentlichen Verkehr nun abgewendet. mehr...

Die Wohnung des Rap-Musikers Bushido  wurde von der Berliner Staatsanwaltschaft durchsucht
21.05.13Rap-Musiker
Verdacht auf Steuerstraftat - Bushidos Privathaus durchsucht

Rapper Bushido sorgt immer wieder für Aufsehen. Jetzt steht er unter Verdacht, eine Steuerstraftat begangen zu haben. Seine Wohnräume wurden aufgrund dessen durchsucht. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Tornado in Oklahoma Familie filmt die Zerstörung aus dem Sturmkeller
Umzug Karneval der Kulturen 2013 - Berlin ist bunt
Unwetter Starke Tornados wüten in vier US-Bundesstaaten
Der Futiklub Absolutely Ferguson
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Bilder von oben

Das zerstörte Oklahoma City aus der Luft

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote