Versteigerung
Ehemalige Raststätte Dreilinden kommt unter den Hammer
Das denkmalgeschützte Gebäude am ehemaligen Berliner Grenzkontrollpunkt Dreilinden im Süden Berlins soll einen neuen Eigentümer bekommen.
Für ein Relikt der deutschen Nachkriegsgeschichte wird ein neuer Eigentümer gesucht: Die Raststätte am ehemaligen Berliner Grenzkontrollpunkt Dreilinden im Süden Berlins kommt unter den Hammer. Das denkmalgeschützte Gebäude nahe des einstigen Alliierten-Kontrollpunkts – im Volksmund "Checkpoint Bravo" – und der Grenzübergangsstelle Drewitz wird an diesem Freitag in Berlin versteigert. Das Mindestgebot liegt nach Angaben der Deutschen Grundstücksauktionen AG vom Donnerstag bei 450.000 Euro. Das 1973 eröffnete und seit 2002 nicht mehr genutzte Gebäude ist von Vandalismusschäden gekennzeichnet und sanierungsbedürftig.
Die ehemalige Raststätte mit einer Nutzfläche von fast 1000 Quadratmetern war 1969 und 1970 erbaut worden. Das dreigeschossige Stahlbetongebäude fällt durch seine auffällige runde Architektur – in rot, blau und gelb – auf und war als demonstratives Gegenstück zu den tristen DDR-Grenzbauten geplant. Es gilt als wichtiges Architektur-Zeugnis für die politische Situation Westberlins von der Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung 1990.















